Montag, 28. Januar 2013

Tauwetter: Da haben wir den Salat

Löwenzahn
Am Samstag noch durfte ich bei sonniger Kälte einen Rundgang im Laubenpieperland machen und mich an den Schneegebilden erfreuen. Heute am Montag: Tauwetter, viel Schnee ist schon fort, der wenige, welcher noch liegen geblieben ist, hat eine schmutziggraue Färbung angenommen. Erstaunlich für mich: Noch von den letzten Resten des Schnees umgeben, sind schon wieder Pflanzen zu finden. Wohl unter der Schneedecke geschützt, stehen sie da, frischgrün, als wäre nichts gewesen. Und so lässt sich denn auch der erste wilde Winterkräutersalat dieses Jahres ernten: Löwenzahn, Wiesenkerbel, Knoblauchrauke. Wobei anzumerken sei, dass der Wiesenkerbel unbekömmliche Verwandte hat. Den sollte man schon gut genug kennen. Aufgetaucht ist auch der Winterpostelein, der in einigen Gärten als ergiebiges Wintersalatgemüse angebaut wird. Noch ist der sehr klein und muss wohl mit der Nagelschere geerntet werden. . .

Die ersten grünen Kräuter sind übrigens auch eine gute Beigabe für grüne Smoothies. 


Knoblauchrauke


Wiesenkerbel




Winterpostelein


Hopfendolden im Winter
Es lassen sich auch noch Hopfendolden sammeln. Durch das Einwirken des Frostes sind sie weniger bitter, jedoch nicht weniger wirksam. Grün gegeerntet im Herbst halten sie getrocknet nicht so lange und werden häufig ranzig. Da ist es sinnvoller, sie draußen zu lassen und bei bedarf zu ernten. Sie sind ein mildes Beruhigungsmittel. Sie können als Tee getrunken werden oder als Badezusatz verwendet. Dafür wird einige Handvoll in ein Leinensäckchen gebunden, der in das einlaufende Badewasser gehängt wird.


Schöllkraut
Den Winter gut überstanden haben auch die Rosetten des Schöllkrautes. Vom inneren Gebrauch dieses Mohngewächses ist abzuraten, da es Alkaloide enthält. Doch auch heute noch wird der gelbe Milchsaft auf Warzen getupft, um sie zum Verschwinden zu bringen. Bei einer Bekannten von mir hat das übrigens funktioniert. Der gelbe Milchsaft ist auch ein untrügliches Erkennungsmerkmal.

Der gelbe Milchsaft aus dem Stängel: Schöllkraut












Kommentare:

  1. Hi Jörg, feinste Art von Bloggerei zu diesen Themen.
    Ehrlich, bodenständig und Freude bereitend.
    Ab nun bin ich öfters hier :-).

    Hab einen schönen Tag und alles Gute.
    Renato Strassmann

    www.urpflanzen.renato-strassmann.info

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  2. Danke. Zur Zeit ruht etwas still der See, doch der Frühling mit seinen Themen kündigt sich an!

    Liebe Grüße, Jörg

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