Dienstag, 31. Januar 2012

Der Garten liegt noch unter Schnee. . .

          Abendgedanken eines Gärtners

 

            Was soll ich große Worte finden?
            Ich weiß, wie hierzulande jedermann und jede Frau,
            was besser wär für Staat und Welt.
            Wir alle wissen´s, wissen´s ganz genau.

            Der eine stirbt am gebrochnen Herzen,
            der andere kommt, ernst gemahnt, davon.
            Niemand sollte sein Glück mit dummen Scherzen
            aus dem Hause treiben. Das wär´s dann schon.

            Der Garten liegt noch unter Schnee
            und träumt von Duft und Sommerblüten.
            Die weiße Zärtlichkeit bedeckt das Land,
            als gäbe es Geheimnisse zu hüten.

            Demnächst werden wir die jungen Hähne schlachten.
            Das Leben auf dem Hof ist kein Idyll.
            Dann ist es März, geboren werden Lämmer,
            und fröhlich springen sie in den April.

            Meine Lehre für die Welt ist sehr banal, nur zu  -
            Deshalb fallen mir keine großen Worte ein.
            Auf Regen, da folgt Sonnenschein.
            Banal, nicht wahr? Oder, was meinst Du?




Montag, 30. Januar 2012

Winterheckenkirsche


Selbst Ende Januar, wenn es noch (oder, wie in diesem Jahr erst) so richtig kalt ist, braucht man auf Duft und Anmut im Garten nicht zu verzichten. Dafür sorgt unter anderem die Winterheckenkirsche, die Botaniker nennen sie Lonicera x purpusii. Zwei bis drei Meter kann dieser Strauch hoch werden, und von Dezember im April ist er mit ca. 1 cm großen cremeweißen Blüten besetzt, welche bei Wärme süß duften. Gerne hole ich im Winter ein oder zwei kleine Zweige davon ins Zimmer und erfreue mich an diesem Duft.

Die in meinem früheren Garten wachsende Sorte ist die Sorte "Winter Beauty", deren Blüten etwas größer sind. 

 Die Sträucher kommen mit fast jedem Boden zurecht, sofern er nur feucht genug ist. Im Frühsommer erscheinen dann die witzig geformten roten Beeren, kleine Bocksbeutelchen:







. . . oder auf den Kopf gestellten Herzchen gleichend, je nach Sichtweise. Dazu passt, dass sich die Wurzeln herzförmig ausbreiten. Hab ich gelesen. Nachprüfen konnte ich es noch nicht. . .


Auf jeden Fall steht "Winter Beauty" für meinen neuen Garten ganz oben auf der Liste neu zu pflanzender Gehölze.


Samstag, 28. Januar 2012

Aktion FindeKunst: Es geht weiter

Es geht das Gerücht um, dass man seine Wünsche einfach an das Universum schicken könne, und postwendend (und nicht posthum) gehen sie in Erfüllung. Wo es denn nicht klappt, fehlte wohl der rechte Glaube. Vielleicht auch die Einfachheit im Wünschen. Wer weiß schon alles über die Gepflogenheiten eines Universums?

 Als ich heut morgen die letzten beiden Rahmen aus meinem Besitzstande mit Werken versehen und an ihren Standort verbracht hatte, wusste ich noch nicht, wie es weitergehe. Die Rahmen sind alle! Einfach schnöde kaufen, das wäre unter der Würde eines Dingefinders. 

Manchmal greifen die Ereignisse so präzise ineinander, dass ich nur staunen kann. Als ich nach vollbrachter Tat zu hause ankam, lag da ein Großbrief für mich, merkwürdig leicht, merkwürdig sperrig. Mit folgendem Inhalt:


 Ein Dank der edlen Spenderin! Das reicht wieder für einige Tage, um die Menschen zu erfreuen. Ein liebes Begleitschreiben lag auch dabei, und ich denke, dass mir das eine Literarische Wundertüte wert ist. Vielen Dank noch einmal auch auf diesem Wege. 



 Ich möchte alle Leserinnen und Leser auffordern, sich ein Beispiel zu nehmen. Und für die Herren: Rahmenspender sind in! Ganz sicher!


 



                               In der Abseitsfalle

Kommst du abends später noch nach hause,
weil du etwas Arbeit hast,
isst aus der Dose irgendwas,
und trinkst gelbe Brause.

Alles aus dem Schlussverkauf.

„Das Leben fristen“,
doch welche Frist hast du fürs Leben?
Wenn du alles in dich reinfrisst. . .
Ach, probier´s doch selber eben. . .

. . . und dann hör auf.

Schon bist du nicht mehr ganz auf Linie.
„Abseits!“ ruft der Linienrichter.
Schon stehst du im Abseits
im Land der Denker und der. . .

Ach, mach dir selber einen Reim darauf.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Nachts. . .



Es ist, als wollt ein Gott mich strafen.
Ich lieg im Bett und kann nicht schlafen.
Um mich in den Schlaf zu quälen
beginn ich Schaf um Schaf zu zählen.

Schließ ich meine Augen, dreht sich schnell
das Gedankenkarussell,
und während es im Kreise hetzt
ist jeder Platz mit einem Schaf besetzt,

und wollig weiß, und schwarz, und bunt
geht’s vorm innern Auge rund.
So geht es Stund um Stunden
und die Schäflein drehen ihre Runden.

Eigentlich ist Schlafenszeit
und ich bin die Schafe leid.
Doch ists, als wollt ein Gott mich strafen,
ich kann nicht schlafen. Kann nicht schlafen.

Montag, 23. Januar 2012

Aus dem Tierleben




Eine Flunder,
wohnhaft vor Neuwerk,
hatte ihr Leben
als Plattfisch leid.
Sie schaute voller Neid
auf alle
Schwimmblaseninhaber.

Sie schluckte
einen Luftballon
und bat den Seehund,
diesen aufzublasen.
Der blies.
Und ließ
beim Aufblasen leider
zu früh los.

Das Aufsehen war groß:
Eine  -  pfrrrt  -  fliegende Flunder!
Famos!



Ein Bismarckhering,
der eher links wählte,
fühlte,
wie ihn sein Name quälte.
Das Amt
hatte ein Einsehn.
Nun heißt er
Rollmops a Lafontaine.



Eine etwas bigotte
Kieler Sprotte
sagte zu ihrem Sprott:
„I be Gott!“










Sonntag, 22. Januar 2012

Aktion FindeKunst - Sonntägliches Stilleben

Noch einmal kurz zum Geschehen: An verschiedenen Orten in Bremen, besonders aber am Amtsgericht in der Innenstadt, tauchen sporadisch kleine gerahmte Reimwerke auf.Wer eines der Werke findet und mitnehmen möchte: Dieses sei gestattet. Da die Rahmen, welche die Werke einfassen, gefunden wurden, ist ihre Anzahl begrenzt. Also: Wer an den KunstFundorten leere Rahmen hinterlässt, kann davon ausgehen, dass diese in kürzester Zeit gefüllt wieder auftauchen.

Zur Zeit herrscht ein gewisser Rahmennotstand, da die Bestände so langsam zu Ende gehen. Daraus ergibt sich auch, dass zur Zeit nur Werke in der Galerie Dingefind am Amtsgericht erscheinen.

Wenn andere Künstlerinnen und Künstler Werke dazu stellen, wäre es mir eine große Ehre. Auf dass sich die Galerie Dingefind am Amtsgericht füllt.




Sonntag Morgen:








p. s. falls noch jemand Rahmen hätte . . .




Dingefinderkinder





           Variationen über Dingefinderkinder


 

 I  Dingefinderkinder

 

Dingefinderkinder sind die wilden Kleinen,
die mit großen Augen staunend durch die Welt spazieren.
Verzückt und ganz mit sich im Reinen
können sie sich in große Kleinigkeiten ganz verlieren.

Dann stehen sie, als wären sie auf einem anderen Planeten,
eine wundersame feengleiche Aura umgibt die Gegenwart.
Still verharrend, wie in ungesprochenen Gebeten,
staunen sie über einen bunten Kiesel auf dem Pfad.

Manchmal, wenn du den Dingefinderkindern nahe bist,
wirst du mit einbezogen in ihr zeitloses Gewahrsein.
Du tauchst in ihre Welt ein, die so anders ist,
nimmst Teil an ihrem seelenvollen Dasein.

Dann glänzt auch dir in jedem Kiesel eine ganze Welt,
ein ganzes Weltall gar, ein Orbit ohne Worte.
Es ist, als ob ein großer Engel dich in seinen Händen hält,
der dich vertraut mit einbezieht in unbekannte Orte.

Da springt in diese Anderswelt ein Kaninchen querfeldein.
Von einem Augenblick zum andern vergisst das Kind den Kieselstein,
und dann geht’s sturzbeglückt und lachend dem Kaninchen hinterdrein.
Wie aus einem Traume aufgewacht, stimmst du in dieses Lachen ein.




 II Dingefindelkindel



Chinesen, sagt man, splechen „L“ statt „R“.
Auch in China gibt es Dingefindelkindel.
Zittellochen schwimmen tief im Meel.
Dingefindelkindel sind keine kleinen Sündel.

Das Balometel fällt und fällt.
Helbst wild so langsam Wintel.
Das Blemel Legenwettel macht keine weiße Welt.
Ich seh nul glau. Und glau dahintel.

Die Dingefindelkindel wünschen Schneeballschlachten.
Doch in Blemen fallen Schneeballschlachten aus.
So welfen wil mit Daunenkissen,
und platzen die, dann wild es weiß im Haus.


Die Übersetzung:


Chinesen, sagt man, sprechen „L“ statt „R“.
Auch in China gibt es Dingefinderkinder.
Zitterrochen schwimmen tief im Meer.
Dingefinderkinder sind keine kleinen Sünder.

Das Barometer fällt und fällt.
Herbst wird so langsam Winter.
Das Bremer Regenwetter macht keine weiße Welt.
Ich seh nur grau. Und grau dahinter.

Die Dingefinderkinder wünschen Schneeballschlachten.
Doch in Bremen fallen Schneeballschlachten aus.
So werfen wir mit Daunenkissen,
und platzen die, dann wird es weiß im Haus.



 III  Dingefindelkinder


Als ich ein Kind war,
waren meine Eltern und Geschwister mir oft fremd.
Ich kam mir dann vor, als wäre ich ein Findelkind.
So stand ich da
mit nackten Po und nur im Hemd.
Und fragte mich,
wer wohl meine richtigen Eltern sind.

Wenn sie es wären,
dann müssten sie doch wissen:
Ich bin ein Dingefinderkind.
Dann würden sie die Dinge sehen, die ich seh,
sie würden Glanz und Schönheit
dieser Welt genießen,
sie würden, ganz wie ich,
beim Anblick einer Vogelfeder
vor Glück schier überfließen.

Leider versagte mir die Sprache da.
Und wo ich sie am meisten brauchte,
fehlten mir die Worte.
Dass ich am Ende ganz alleine war,
wenn ich in diese Wunderwelt eintauchte.

Ich weiß nicht, welche Engel mir gewährten,
diese Sicht der Dinge über alle Zeit zu retten.
Auch heut noch fehlen mir oftmals
die Gefährten,
die für diese Sicht Verständnis hätten.
Auch heut noch bin ich so manches mal
ein Dingefindelkind,
und wüsste gar zu gern,
wer meine Eltern sind.





                                   Wenn sich Dingefinderkinder finden...



Wenn sich Dingefinderkinder finden,
dann sind sie vom ersten Augenblick vertraut.
Sie kennen sich und sie erzählen sich Geschichten.
Es ist, als würd der andere die eigenen berichten.
Es ist, als ob wer in einen Spiegel schaut.

Wenn sich Dingefinderkinder lieben lernen,
dann singt und jubiliert die ganze Welt.
Die Chöre klingen hin bis zu den Sternen,
während die eine Hand die andre hält.

Dann werden beide Verse schreiben.
Die Worte fließen einfach so auf das Papier.
Und während beide staunend sich die Augen reiben
lesen sie. Sie schrieben beide diese Verse hier:

Was hast Du mit mir gemacht, Du Zauberer,
Du Zauberin?
Du hast mir völlig den Kopf verdreht.
Nun ströme ich,
nun schmelze ich dahin.
Ich wusste gar nicht,
dass ich so strömend bin.

Ich wusste gar nicht,
dass es in dieser Welt ein Du für mich gibt,
welches mich liebt. 





Freitag, 20. Januar 2012

Nachtangeln

Nachtangeln


Als mein Freund und ich vierzehn Jahre alt waren, durften wir zum ersten Male in unserem Leben ohne Erwachsene eine ganze Nacht an der Geeste, einem Fluss, der durch Bremerhaven fließt, verbringen. Wir durften Nachtangeln.

Die Nacht war sternklar und kühl. Wir saßen am Ufer des Flusses, die Angeln waren Beiwerk und vorgeschobener Grund für ein Nachtabenteuer.

Vierzehnjährige haben ihre eigene Art, die Welt zu betrachten und eine Nacht am Fluss ist durchaus der geeignete Rahmen, um ins Philosophieren zu geraten. So eine raffiniert naive Logik der Weltbetrachtung haben wir vielleicht nur in diesem Alter. Und nur in diesem Alter den Mut und die Zeit, sich Gedanken zu machen über so etwas Grandioses wie die Unendlichkeit der Welt.

Für Erwachsene wird solch ein Gedankenwerk als überflüssige Aktivität erachtet. Nicht nur für Erwachsene, mir erging es schon als junger Heranwachsender so, dass Ambitionen, die über das „Normale“ hinausgingen, kritisch betrachtet wurden. Als einem, der erwachsen werden will, nicht würdig.

Wir waren also vierzehn Jahre alt, die Nacht wurde kühler, kein Fisch biss. So gerieten wir ins Erzählen und ins Philosophieren. Durch die Weite des Sternenhimmels animiert, durch die ungewohnte nächtliche Aktivität aufgekratzt und trotz Müdigkeit überwach, stellten wir uns die Frage (stellten wir uns der Frage), wo das denn alles endet. Und wo und wie es dahinter weiter gehen würde, wenn es denn endet.

Wir dachten im Kreis. Wenn es enden würde, dann gäbe es eine Grenze. Wenn es eine Grenze gäbe, dann ginge es dahinter weiter. Wenn es keine Grenze gäbe, dann wäre das Ganze unendlich. Dass es unendlich sei: Unvorstellbar. Unendlichkeit ließ sich nicht „erfühlen“. Dass es nicht unendlich sei, genauso unvorstellbar. Uns war ganz schwindelig.

Wir begannen uns damit anzufreunden, dass es „irgendwie unendlich“ sei. Etwas anderes war nicht möglich. Hoimar von Ditfurth beschreibt das Weltall als endlich und in sich gekrümmt. Aber das wussten wir damals noch nicht. Und ein in sich gekrümmtes endlich riesengroßes Weltall hätten wir auch nicht akzeptiert. Die Krümmung wäre auch nichts anderes als eine Grenze. Und dahinter...?

Anstatt uns weiter diesem Gefühl auszusetzen, einem nichtfassbaren unendlichen Universum anzugehören, unendlich und unfassbar in seiner räumlichen Ausdehnung, und genauso unendlich und unfassbar in seinen zeitlichen Abläufen, statt also sich diesem gefühlsmäßig nicht zu Erfassendem auszusetzen, begannen wir damit, uns Gedanken darüber zu machen, welche Konsequenzen eine Unendlichkeit in Zeit und Raum hätte.

Unendlichkeit im Raum: das ist schon sehr speziell. Also nach oben geht es weiter, immer weiter. Und nach unten geht es weiter, immer weiter. Und nach rechts geht es weiter, immer weiter. Nach links, nach vorne, nach hinten: immer weiter, immer weiter. Gekrümmt oder nicht, Kugel, Elipsoid oder sonst was, hinter den Grenzen: weiter, weiter - immer wieder wurden unsere Gedanken und Gespräche von merkwürdigen Schauern unterbrochen.

In der Luft war ein hohes, kaum hörbares Pfeifen, in einer Frequenz, die gerade an der Wahrnehmungsschwelle tönte, als wenn man die tiefsten Töne der Fledermäuse wahrnimmt, die man gerade eben noch hört. Nicht wirklich da, doch fühlbar seiend. Die weiter entfernten Straßenlaternen leuchteten und trugen alle einen kobaltblauen Halo. Unsre Wahrnehmung war klar und uns war etwas unheimlich. Und wir hatten den Mut, es uns zuzugestehen.

Uns war seltsam unheimlich und seltsam euphorisch, beides. Zum Glück biss kein Fisch an und holte uns in die Zweckmäßigkeiten dieser Welt zurück.

Unendlichkeit im Raum: Die für uns verblüffendste Konsequenz war die Erfahrung, dass das Weltall, wenn es denn unendlich wäre (und was anderes wäre nicht denkbar), eine urdemokratische und gerechte Veranstaltung ist. Wenn es sich nach allen Seiten in die Länge und in die Quere und in Höhe, Breite, Tiefe, unendlich weit ausdehnte, dann, ja dann gibt es keinen Rand. Dann gibt es nur „Mitten“. Eine unendlich große Anzahl von „Mitten“. Du bist der Mittelpunkt der Welt. Ich bin der Mittelpunkt der Welt. Dort ist der Mittelpunkt der Welt. Hier ist der Mittelpunkt der Welt. Ich Mitte. Du Mitte. Er, sie, es Mitte.

Also entweder unendlich oder nicht. Wenn unendlich (und was anderes ist nicht denkbar), dann sind wir alle der Mittelpunkt der Welt.

Wir beide schauten uns an und lachten und beglückwünschten uns gegenseitig: Grüß Dich, Du Mittelpunkt aller Dinge! Sei gegrüßt, Mitte der Welt. Du Mitte, ich Mitte. Ab durch die Mitte. Beseelt waren wir von dieser Erkenntnis.

Aber wenn das alles unendlich ist, nach vorne und nach hinten, wenn „hinter uns“ unendlich lange Zeiträume liegen, dann ...
Ja dann gibt es uns alle unendlich oft. Selbst wenn die Wahrscheinlichkeit unendlich klein ist, dass es uns beide hier sitzend beim Nachtangeln ein zweites Mal gibt, dann gibt es uns ein zweites Mal. Denn selbst eine unendlich kleine Wahrscheinlichkeit ist unendlich oft passiert. Und alle Alternativen auch.

Also: Ob wir heut in der Nacht einen Fisch fangen, oder viele Fische fangen, oder gar keinen, oder ob du ins Wasser fällst oder ich und so weiter. . .  Alles schon unendlich oft mal passiert. Genauso wie jede der unendlich vielen Variationen. Entweder unendlich oder nicht. Wenn unendlich (und was anderes ist nicht denkbar), dann haben wir alles schon unendlich oft Mal erlebt. Daher also kommen die Déjà-vu-Erlebnisse!

Und wer gerne in Atlantis gewohnt haben möchte als Prinzessin oder Hohepriester, der oder die haben unendlich oft Mal in Atlantis gelebt, wer reinkarniert werden möchte, wird reinkarniert, und das alles so oft ein jeder möchte und noch viel mehr. Eben unendlich oft Mal. Und wer lieber vom Affen abstammt, stammt unendlich oft Mal vom Affen ab. Und jede, und jeder ist der Mittelpunkt der Welt. Wie schön, dass die Welt unendlich ist!

Wir redeten und redeten, über das, was wir entdeckt hatten, beseelt und glücklich. Heute ging es uns so, morgen so. Aber woanders gab es uns, und es ging uns ganz anders. Und woanders gab es Welten, da hatten nicht die Weißen Amerika entdeckt, sondern die Rothäute jenen Wurmfortsatz von Asien, der sich Europa nennt. Und sie brachten Friedenspfeifen und lustige Geschichten mit.

Als wir am nächsten Morgen nach Hause kamen, waren wir sehr fröhlich. Die spöttischen Bemerkungen unserer Väter ob der Größe unseres Fanges perlten an uns ab. Denn unendlich oft hatten wir unendlich viel gefangen. Nur heute nicht.