Sonntag, 16. August 2026

Die Wilde Sollingküche lädt ein: Kräuterspaziergang am Sonntag, dem 6. 9. in und um Fredelsloh

 


Die Wilde Sollingküche lädt ein: Kräuterspaziergang am Sonntag, dem 6. 9. in und um Fredelsloh

Treffpunkt ist die Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, wir treffen uns um 10 Uhr.

Dieser Termin liegt in den Tagen der so genannten Frauendreißiger, die vor allen in katholischen Gegenden traditionell ihren Stellenwert hatten. Das sind dreißig Tage, beginnend am Vorabend des 15. August, dem Fest Maria Himmelfahrt und endend am 15. September, dem Gedenktag der Schmerzen Mariens. In dieser Phase sollen die gesammelten Heilpflanzen besonders wirksam sein. In diesen Tagen wurde auch der Dreißigerstrauß gesammelt, der am 8. September, dem Fest der Mariä Geburt, geweiht wurde.

In den Dreißigerstrauß wurden, je nach Region, meistens sieben oder neun verschiedene Kräuter gebunden. Auch andere Zahlen waren möglich, doch diese beiden waren die häufigsten. Zu den oft verwendeten Kräutern in diesem Strauß zählten: Beifuß, Baldrian, Rainfarn, Schafgarbe, Himbeerlaub, Farnkräuter, Thymian (Quendel), Gundermann, Mutterkraut, Johanniskraut, Goldrute, Dost, Eisenkraut, Königskerze, aber auch Gartenkräuter wie Liebstöckel und Dill. Meistens bildete eine hohe, blühende Königskerze die Mitte des Straußes.

Ob Ihr Euch bei unserem Spaziergang einen Dreißigerstrauß sammeln wollt, oder einfach nur Spaß am Streifen durch die Natur habt, es wird auf jeden Fall Wissen über die Verwendung der Kräuter in Küche und Hausapotheke vermittelt. Zum Beispiel, wie Senf aus Knoblauchraukensamen zubereitet werden kann. Und da unser Weg uns an diesem Tag in den Solling führt, kann es auch sein, dass wir zu der Zeit dem einen oder anderen Pilz begegnen. Auch darüber werden dann Informationen für den Hausgebrauch vermittelt.

Im Anschluss an unseren Spaziergang um etwa 12:30 Uhr bieten wir einen kleinen Kräuterimbiss an. Auch Kinder sind willkommen, bitte auf dem Wetter angepasste Kleidung achten. Über eine Spende der Teilnehmenden würden wir uns freuen.

Das Foto zeigt unsere Maskottchen der Wilden Sollingküche, Peter Pateter und die Waldlilli, gut beschirmt mit einem Parasol; eine Filzarbeit von Judith Zahn-Dahlen aus Fredelsloh. Veranstalter: Bildungswerk Leben und Umwelt (BLU) e. V., Alte Schule Fredelsloh. Kontakt: Jörg Krüger, Telefon 05555 522 (AB Alte Schule) oder Mail dingefinder@gmx.de



Dienstag, 30. Juni 2026

Die Wilde Sollingküche: Sommerpause, aber nur bedingt

 


Die Wilde Sollingküche: Sommerpause, aber nur bedingt

Die Wilde Sollingküche geht in die Sommerpause, was Veranstaltungen betrifft. Also für Juli und August keine Kräuterspaziergänge, der nächste ist am Sonntag, dem 6. September. Auch die Veranstaltungsreihe Texte und Töne in Fredelsloh pausiert, die immer jeden zweiten Freitag im Monat im Herbst-Hof in Fredelsloh stattfindet, und die wir mit einem veganen Buffet unterstützen. Diese Reihe startet nach der Sommerpause wieder am 11. September.

Doch unsere Treffen alle zwei Wochen am Freitag in der Alten Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, werden fortgeführt. Wir finden uns um 17:00 Uhr dort ein, wer möchte, kann auch schon um 15:00 Uhr erscheinen. Also am 10. und 24. Juli, und dann wieder am 7. und 21. August. An diesen Tagen sammeln wir Kräuter, Früchte, Pilze und Rezepte. Wir tauschen uns aus und kochen zusammen, immer auch mit wilden Zutaten aus dem Solling. Wir sind eine Gruppe von Kochbegeisterten von zur Zeit sieben Personen. Wer dazu kommen möchte: Herzlich willkommen, entweder einfach vorbeischauen an den genannten Terminen oder sich anmelden unter Mail: dingefinder@gmx.de oder Telefon 05555 / 522 (AB Alte Schule).

Zur Zeit ist Erntezeit, es locken Walderdbeeren und Waldhimbeeren; Mädesüß blüht und kann verarbeitet werden, und wer die Chance haben möchte, einem Eichhasen zu begegnen, dem ist zur Zeit vielleicht das Jagdglück hold. Der Eichhase oder auch Ästiger Büschelporling (Polyporus umbellatus) ist ein büschelig wachsender Pilz aus der Gattung der Stielporlinge, der zwar nicht häufig ist, doch wenn er zu finden ist (er wächst jedes Jahr wieder an der gleichen Stelle ab Mitte Juni), dann lohnt es sich auch. Wir hatten schon Büschel, die drei Kilo auf die Waage brachten. Es sind immer viele kleine Pilzhüte, die einem Strunk entwachsen. Geschmacklich ist er sehr gut, und er lässt sich gut trocknen und zu Pilzwürzpulver vermahlen, oder zu Pilzextrakt weiter verarbeiten.

Doch auch zu den Walderdbeeren lohnt es sich hinunter zu beugen. Es müssen ja nicht immer riesige Mengen sein, die verarbeitet werden. Sicher, für ein, zwei Pfund braucht man einige Zeit, doch das Aroma von Fruchtmus, aus Walderdbeeren zubereitet, ist unvergleichlich. Dazu zuckern wie die kleinen Kullerchen ein und lassen sie über Nacht ziehen. Am nächsten Tag aufkochen, pürieren, mit Apfelpektin versetzen, noch einmal drei Minuten köcheln lassen, und dann heiß abfüllen in sterilisierte Gläser. Wer noch ein paar Blütenblätter von gut duftenden Rosen auftreiben kann, gerne mit einzuckern und aufkochen, vor dem pürieren aber entfernen. Das gibt eine feine Extranote.

Da bei den Veranstaltungen der Reihe Texte und Töne in Fredelsloh auch immer Gedichte rezitiert werden, hier noch ein kleines Beerenwerk:

Sommergeflüster

Beere Brom
sagte zu Beere Him:
"Wenn ich
in den Himmel komm,
dann sing ich
all die frommen Lieder
und komm
als Erdbeere wieder!"

Sagte Beere Him
zu Beere Brom:
"Du weißt,
dass es Himmel
und nicht Brommel heißt!"

Veranstalter ist das Bildungswerk Leben und Umwelt e. V.. Alte Schule Fredelsloh, auf dem Foto sind unsere beiden Maskottchen der Wilden Sollingküche zu sehen, Peter Pateter und die Wald-Lilli, diesmal in den Walderdbeeren, eine Filzarbeit von Judith Zahn-Dahlen aus Fredelsloh. Das kleine Gedicht ist von mir.



Samstag, 6. Juni 2026

Texte und Töne in Fredelsloh, Freitag, 12. Juni 2026, 19:30 Uhr im Herbst-Hof in Fredelsloh

 


Texte und Töne in Fredelsloh, Freitag, 12. Juni 2026,

19:30 Uhr im Herbst-Hof in Fredelsloh

Jeden zweiten Freitag im Monat findet ab Mai im Herbst-Hof in Fredelsloh, Deichstraße 18, die Veranstaltung „Texte und Töne in Fredelsloh“ statt. Beginn jeweils um 19:30 Uhr. Bis etwa 21:00 Uhr gibt es ein Programm mit eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, nach Abschluss des Programms und einer Pause ist die Bühne offen für Texte und Töne. Das Ende ist ebenso offen wie die Bühne. Für das leibliche Wohl sorgt die Wilde Sollingküche mit einem veganen Imbiss.

Am 12. Juni haben wir als Gast die Lyrikerin Miriam Brümmer eingeladen. Die Dichterin, Jahrgang 1968, ist in Göttingen geboren und lebt jetzt in Freiburg. Sie kommt aus einer Schauspielerfamilie (Claus Eberth von den Münchner Kammerspielen war ihr Onkel.) So war sie früh vertraut mit Theaterliteratur, griechischer Mythologie und im Besonderen durch ihre Großmutter, die viel Gedichte mit ihr gelesen hat und selbst Lyrik schrieb, auch mit Lyrik, die sie, auf diesem Hintergrund schon in früher Jugend selbst zu schreiben begonnen hat und seither schreibt. Im Sommer 2025 ist ihr Debüt „Aus der Nacht“ im Geest-Verlag erschienen.

Des weiteren sind dabei Judith Zahn-Dahlen (Fredesloh) mit Liedern, Ines Dahlen und Jörg Krüger (beide Fredelsloh) mit eigenen Liedern und Gedichten. Im Anschluss ist die Bühne offen, der Eintritt ist frei, eine Spende wäre nett.

Kontakt und weitere Information: Jörg Krüger; Tel. 05555 / 522 (AB Alte Schule) oder per Mail dingefinder@gmx.de

Veranstalter: Bildungswerk Leben und Umwelt e. V., Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4


Klang und Sinn - Konzert am 28. Juni 2026 18:00 Uhr in der Klosterkirche Fredelsloh

 


Klang und Sinn - Konzert am 28. Juni 2026 18:00 Uhr in der Klosterkirche Fredelsloh

Leitung Wolf Friedrich Merx & Ensemble Klang und Stille

Im Anschluss ein Buffet der Wilden Sollingküche im Herbst-Hof, Deichstraße 18

Ihnen allen wie Freunden begegnen, den vielen mir ganz unbekannten Menschen, das verlernen wir gerade. In einer Zeit, in der die Dimension des Spirituellen mehr und mehr verloren geht und Religionen und Kulturen immer häufiger gegeneinander in Stellung gebracht werden, wollen wir an diesem Abend das Verbindende wertschätzen, aus dem Reichtum der Religionen und Kulturen der Welt schöpfen und in der Atmosphäre der wunderbaren Klosterkirche in Fredelsloh dazu Klänge (er)finden, Texte in Klänge einhüllen, in uns hineinhören und dann selbst schöpferisch tätig werden und dabei ein wenig „hinausdenken über die sichtbaren Dinge“

Zeitgleich ist die Klosterkirche mit großformatigen Bildern der Ausstellung „Astrowolken“ geschmückt. Arndt Wolkenhauer stellt Fotos aus, die er mittels seiner kleinen Sternwarte im Garten erstellt hat. Er schreibt dazu: „Die Faszination des Nachthimmels liegt für mich gerade darin, dass wir mit bloßem Auge nur einen keinen Teil dessen sehen, was eigentlich da ist“.

Zur kulinarischen Abrundung dieser musikalisch-spirituellen Reise lädt die Wilde Sollingküche im Anschluss an „Klang und Sinn“ ein zu einem Buffet im Herbst-Hof in Fredelsloh, einem sinnlichen Genuss der ganz besonderen Art. Auch diesen haben wir vor musikalisch zu begleiten. Zur Deckung der Kosten werden wir einen Spendenkorb aufstellen.

Ich selber bin in zweierlei Hinsicht daran beteiligt, zum einen mit Judith Zahn - Dahlen als Musiker, zum anderen als Mitglied der Wilden Sollingküche.

Dienstag, 5. Mai 2026

Tanz der Farben - Neue Bilder im Café Klett in Fredelsloh

 


Neue Bilder im Café der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh!

Vom 4. Mai bis 14. Juni 2026 präsentiert Albert Bührmann alias Albi Aquarell / DJ Albi, Göttingen seine zauberhaften, zum träumen und spazieren gehen einladenden Aquarelle in Fredelsloh im Café Klett.

Am Sonntag den 10.Mai um 17.30 Uhr findet die Vernissage zu der Ausstellung „Tanz der Farben“ statt! Begleitet von Tony Coeurjoly (Gitarrist im Trio Sonoir) freuen wir uns, Interessierte zum Gespräch mit dem Künstler und Betrachten der Bilder, einzuladen.

Die Ausstellung ist täglich von 13-18 Uhr geöffnet.

Sonntag, 3. Mai 2026

Kräuterspaziergänge 17. Mai und 21. Juni 2026

 


Die Wilde Sollingküche lädt ein: Kräuterspaziergang jeweils am 17. Mai und am 21. Juni 2026

Kräuter für die Küche und Hausapotheke

Der Mai ist gekommen und mit ihm der Waldmeister als Bestandteil der klassischen Maibowle. Das wirft die Frage auf, ob am 17. Mai, wenn unser Kräuterspaziergang stattfindet, der Waldmeister noch gesammelt werden sollte. Es heißt ja oft, dass er, wenn er blüht, nicht mehr genutzt werden solle, ja sogar, dass er dann giftig wäre. Und blühen tut er jetzt schon an exponierten Stellen am 1. Mai, an dem ich dieses schreibe.

In manchen Jahren blüht der Waldmeister mit einer Geschwindigkeit auf, dass es fast unmöglich ist, nichtblühende Triebe zu sammeln. Für das Aroma, welches wir lieben, sind die Cumarine zuständig, Der Wirkstoffgehalt ist kurz vor der Blüte am höchsten und schwindet nach dem Blühen recht schnell. Wenn das Frühjahr sehr warm ist, dann fallen Blütenbildung und Cumarinproduktion zusammen. Werden diese Cumarine in zu hohen Dosen eingenommen, kann das zu Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Druckgefühl im Oberbauch führen. Gleichzeitig ist dieser Stoff aber auch für das Aroma zuständig, welches wir so schätzen, und dass die Maibowle so lecker macht. Also sollten wir von den blühenden Pflanzen, beziehungsweise von den kurz vor der Blüte stehenden Pflanzen mit Knospen dementsprechend weniger nehmen, um den gleichen aromatisierenden Effekt zu haben. Übrigens sollte der Waldmeister anwelken, um sein volles Aroma zu entfalten, frisch riecht er nach fast nichts.

Auch lässt sich Waldmeister für Sirup sammeln. Dazu zuckern wir die gesammelten Triebe, die in einer Glasschüssel geschichtet werden, lagenweise ein. Auf die letzte Lage legen wir einen Teller, den wir mit einem Stein beschweren, dass die weichen Triebe mit dem Zucker zusammengepresst werden. Das lassen wir dann mindestens 24 Stunden ziehen, etwas länger schadet nicht. Schließlich diese Triebe mit dem Zucker in einem Topf geben und mit Wasser auffüllen, dass sie gut bedeckt sind. Aufkochen lassen, etwas Zitronensaft bei geben, und dann noch etwa drei Minuten köcheln lassen, schließlich abseihen und noch heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen. Fertig.

Diesen Sirup kann man dann jederzeit mit Mineralwasser aufgießen und genießen. Besonders lecker ist das, wenn noch zur Hälfte Apfelsaft dazu kommt. So erhält man auch eine alkoholfreie Maibowle. Wenn der Waldmeister schließlich am Verblühen ist, ist auch die Sammelsaison vorbei, dann nämlich treten die Cumarine zurück und das Kraut schmeckt zunehmend herbe und bitter.

Doch Waldmeister ist nicht das einzige Kraut, welches im Mai zu finden ist. Und später im Jahr, im Juni, hat die Vegetation einen Wechsel vorgenommen. Was dann jeweils zu finden ist für Küche und Hausapotheke, möchten wir ihnen auf unseren Kräuterspaziergängen näher bringen. Jeweils Sonntag 17. Mai und 21. Juni (dem Tag der Sommersonnenwende, an dem wir sicher auch Johanniskraut finden werden). Treffpunkt Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 10:00 Uhr. Um an den Exkursionen teilzunehmen, müssen sie kein Mitglied der Wilden Sollingküche sein. Kinder sind willkommen. Jeweils im Anschluss bereiten wir eine Kleinigkeit (Kräuterquark etc.) aus gesammelten Kräutern zu und verköstigen diese. In die Welt der Kräuter führen Sie ein Jörg Krüger aus Fredelsloh und Jutta Kramer aus Oldenrode. Kosten: Über eine Spende würden wir uns freuen. Bitte auf dem Wetter angemessene Kleidung achten.

Veranstalter: Wilde Sollingküche im Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V., Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen, das Foto zeigt die Maskottchen der Wilden Sollingküche, Peter Pateter und die Waldlilli; eine Filzarbeit von Judith Zahn-Dahlen aus Fredelsloh, inmitten von Waldmeister und anderen Kräutern.


Dienstag, 28. April 2026

Das ZWAR-Menü vom März

 

Jeden letzten Mittwoch im Monat treffen sich die Köchinnen und Köche der Gruppe ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) zum Kochen in der Küche der Alten Schule Fredelsloh. Beim letzten Treffen im März standen auf dem Speisenplan:

Vorsuppe: Gründonnerstagsuppe „Sieben Stärken“

2 Kg Pastinaken

ein Bund Suppengrün (Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch)

Salz

Als Kräuter nahmen wir Wiesenkerbel, Sauerampfer, Barbarakraut (Winterkresse), Knoblauchrauke, Giersch und Sprossenkohl, jeweils etwa zwei Handvoll (vom Sauerampfer leider weniger, da er dieses Jahr noch nicht so weit war).

Die Pastinaken schälen und grob würfeln, ebenso den Sellerie, die Petersilienwurzel und die Möhren aus dem Bund Suppengrün. Den Lauch in Ringe schneiden. Zuerst den Lauch in Öl andünsten dann das Wurzelgemüse. Mit heißem Wasser ablöschen und aufgießen, bis das Gemüse etwa zwei Fingerbreit bedeckt ist, salzen. Wenn das Gemüse weich bekommt der Pürrierstab seinen Auftritt. Wenn die Suppe nach dem Pürrieren zu breiig ist, noch etwas Wasser nachgeben.

Den Wiesenkerbel, den Giersch und den Sauerampfer feingeschnitten dazu geben und eine Weile mitziehen lassen. In vorgewärmte Teller geben. Barbarakraut, Knoblauchrauke und den Sprossenkohl fein Hacken und zum Servieren über die Suppe streuen. Sie sollten nicht mit ziehen oder gar kochen, da der Geschmack sonst sehr schnell bitter wird. Wir bekamen den Sprossenkohl von unserem Gemüsehändler, nach seiner Auskunft war er von abgeernten roten Rosenkohlpflanzen. Wenn er von Grünkohlpflanzen kommen würde, wäre er wesentlich milder, und könnte mit dem Giersch etc. beigegeben werden.


Auf Wunsch gab es Frikadellen, und wir hatten uns Frikadellenvariationen erarbeitet. Das Grundrezept blieb dabei immer gleich:

500 g Hackfleisch (Halb und halb oder Rind)

1 Brötchen altbacken

1 Ei

1 Zwiebel

Salz, Pfeffer

Das Brötchen in Wasser einweichen (Es ließe sich dafür auch Milch nehmen). Wenn es richtig vollgesogen ist, aus dem Wasser nehmen und so lange auspressen, bis es nur noch etwas feucht ist. Dann zu dem Hackfleisch, dem Ei und den Zwiebeln geben, würzen und gut vermengen. Die Zwiebeln wurden vorher angebraten.

Zu der orientalischen Variante (aus Rinderhack) kam noch hinzu:

1 Handvoll getrocknete Aprikosen

3 EL Mandeln gehackt

1 Bund Petersilie glatt

2 Zehen Knoblauch

1 EL Senf

Zimt, gemahlen

Muskat

Kreuzkümmel

Koriander

Olivenöl

Von der Petersilie die Blätter abzupfen und fein hacken. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Aprikosen (oder Datteln bzw. Feigen) ebenfalls klein schneiden. Den Knoblauch schälen, klein schneiden oder pressen.

Alle Zutaten - bis auf das Olivenöl – mit der Grundmasse verarbeiten. Mit den Gewürzen abschmecken. Aus dem Fleischteig Hackfleischbällchen oder Frikadellen formen und in der Pfanne im erhitzten Olivenöl bei mittlerer Hitze braten. Wir hatten an diesem Tag die Frikadellen im Ofen gegart, weil es so viele waren.

Kleiner Tipp: Koriander und Kreuzkümmel sollten für das orientalische Aroma auf jeden Fall verwendet werden. Mit dem Kreuzkümmel allerdings vorsichtig umgehen, da er sehr intensiv schmeckt. Das Zimt gibt dem Ganzen ein unvergleichliches Aroma, während man die Muskatnuss auch weglassen kann, wenn man den Geschmack nicht mag.

In unserer Variante wurde beim Abschmecken noch etwas Dattelsirup hinzu gefügt.

Würzige Kapern-Hackbällchen: Dafür kommt zu der Grundmasse hinzu.

2 EL Kapern gehackt

Senf mittelscharf

1 Knoblauchzehe

Schwarze Oliven (Kalamata) (entsteint und gehackt)

Getrocknete Tomaten in Öl (in feine Würfel geschnitten)

Auch hier sind wir beim Abschmecken vom Grundrezept abgewichen, und es wurde noch Akazienhonig zum abrunden hinzu gefügt und eine mediterane Kräuttermischung (getrocknet), bestehend aus Oregano, Rosmarin, Thymian und Majoran.

Zuguterletzt entwarfen wir noch Bärlauchfrikadellen, da kam zur Grundmasse noch eine gute Menge feingehackter frischer Bärlauch hinzu. Ein Fazit unserer Versuche: Alle Variationen waren lecker, doch hätten alle etwas stärker gewürzt sein können. Also: Nicht zu zaghaft beim Würzen!

Dazu reichten wir einen lauwarmen Kartoffelsalat:

750 g festkochende Kartoffeln (wir hatten die Sorte Belana), kurz in Salzwasser garen und noch warm pellen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden (Würfel von etwa einem Zentimeter gingen auch).

Eine Tasse Brühe, es ginge sowohl Fleischbrühe als auch Gemüsebrühe, wir nahmen letztere, frisch zubereitet.

125 g durchwachsenen Speck, in feine Würfel geschnitten und in etwas Öl ausgebraten.

Aus zwei EL Essig, der Brühe, zwei EL Öl und Salz und Pfeffer eine Salatsauce rühren und mit den Kartoffeln mischen, zum Schluss den Speck mit dem Öl untermischen. Noch lauwarm servieren. Es ließe sich noch ein Bund glatte Petersilie, feingehackt, mit untermischen. Diese Menge reicht für vier Personen, wir waren zu acht und nahmen dementsprechend mehr.

Als Dessert gab es Veilchenblüteneis. Das Rezept findet Ihr hier:

Veilchenblüteneis (und eingelegte Rettiche)

wobei wir es etwas abgewandelt haben, indem wir dem Veilchensirup Geliermittel zugefügt haben (Apfelpektin), durch das Gelee wird das Eis cremiger.