Die
Wilde Sollingküche: Sommerpause, aber nur bedingt
Die
Wilde Sollingküche geht in die Sommerpause, was Veranstaltungen
betrifft. Also für Juli und August keine Kräuterspaziergänge, der
nächste ist am Sonntag, dem 6. September. Auch die
Veranstaltungsreihe Texte und Töne in Fredelsloh pausiert, die
immer jeden zweiten Freitag im Monat im Herbst-Hof in Fredelsloh
stattfindet, und die wir mit einem veganen Buffet unterstützen.
Diese Reihe startet nach der Sommerpause wieder am 11. September.
Doch
unsere Treffen alle zwei Wochen am Freitag in der Alten Schule
Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, werden fortgeführt. Wir finden
uns um 17:00 Uhr dort ein, wer möchte, kann auch schon um 15:00 Uhr
erscheinen. Also am 10. und 24. Juli, und dann wieder am 7. und 21.
August. An diesen Tagen sammeln wir Kräuter, Früchte, Pilze und
Rezepte. Wir tauschen uns aus und kochen zusammen, immer auch mit
wilden Zutaten aus dem Solling. Wir sind eine Gruppe von
Kochbegeisterten von zur Zeit sieben Personen. Wer dazu kommen
möchte: Herzlich willkommen, entweder einfach vorbeischauen an den
genannten Terminen oder sich anmelden unter Mail: dingefinder@gmx.de
oder Telefon 05555 / 522 (AB Alte Schule).
Zur Zeit
ist Erntezeit, es locken Walderdbeeren und Waldhimbeeren; Mädesüß
blüht und kann verarbeitet werden, und wer die Chance haben möchte,
einem Eichhasen zu begegnen, dem ist zur Zeit vielleicht das
Jagdglück hold. Der Eichhase oder auch Ästiger Büschelporling
(Polyporus umbellatus) ist ein büschelig wachsender Pilz aus
der Gattung der Stielporlinge, der zwar nicht häufig ist, doch wenn
er zu finden ist (er wächst jedes Jahr wieder an der gleichen Stelle
ab Mitte Juni), dann lohnt es sich auch. Wir hatten schon Büschel,
die drei Kilo auf die Waage brachten. Es sind immer viele kleine
Pilzhüte, die einem Strunk entwachsen. Geschmacklich ist er sehr
gut, und er lässt sich gut trocknen und zu Pilzwürzpulver
vermahlen, oder zu Pilzextrakt weiter verarbeiten.
Doch
auch zu den Walderdbeeren lohnt es sich hinunter zu beugen. Es müssen
ja nicht immer riesige Mengen sein, die verarbeitet werden. Sicher,
für ein, zwei Pfund braucht man einige Zeit, doch das Aroma von
Fruchtmus, aus Walderdbeeren zubereitet, ist unvergleichlich. Dazu
zuckern wie die kleinen Kullerchen ein und lassen sie über Nacht
ziehen. Am nächsten Tag aufkochen, pürieren, mit Apfelpektin
versetzen, noch einmal drei Minuten köcheln lassen, und dann heiß
abfüllen in sterilisierte Gläser. Wer noch ein paar Blütenblätter
von gut duftenden Rosen auftreiben kann, gerne mit einzuckern und
aufkochen, vor dem pürieren aber entfernen. Das gibt eine feine
Extranote.
Da bei
den Veranstaltungen der Reihe Texte und Töne in Fredelsloh auch
immer Gedichte rezitiert werden, hier noch ein kleines Beerenwerk:
Sommergeflüster
Beere
Brom
sagte
zu Beere Him:
"Wenn
ich
in
den Himmel komm,
dann
sing ich
all
die frommen Lieder
und
komm
als
Erdbeere wieder!"
Sagte
Beere Him
zu
Beere Brom:
"Du
weißt,
dass
es Himmel
und
nicht Brommel heißt!"
Veranstalter
ist das Bildungswerk Leben und Umwelt e. V.. Alte Schule Fredelsloh,
auf dem Foto sind unsere beiden Maskottchen der Wilden Sollingküche
zu sehen, Peter Pateter und die Wald-Lilli, diesmal in den
Walderdbeeren, eine Filzarbeit von Judith Zahn-Dahlen aus Fredelsloh.
Das kleine Gedicht ist von mir.