Samstag, 28. Februar 2026

Ein (spät-) winterliches Menü

 


Das war unser Menü am letzten Mittwoch, als sich die Kochgruppe von ZWAR (Zwischen Arbeit und Rente) zum ersten Mal in diesem Jahr traf. Eigentlich treffen wir uns jeden letzten Mittwoch im Monat, doch im Januar fiel das Treffen krankheitsbedingt aus. So haben wir das für Januar geplante winterliche Menü jetzt im Spätwinter nachgeholt. Es gab: Als Vorspeise einen Rosenkohlsalat, als Hauptgericht Wirsinggemüse mit zweierlei Kartoffelstampf, dazu ein Kotelett natur (ohne Knochen) und eine Pflaumensauce nach Art der georgischen Tkemali (Kirschpflaumensauce); und zum Dessert eine Orangenspeise. Das Foto zeigt übrigens Kirschpflaumen vom Sommer letztes Jahr, gesammelt in der Nähe von Fredelsloh.

Rosenkohlsalat (für vier Portionen als Vorspeise)

250 g Rosenkohl

2 EL weißen Essig (wahlweise weißer Balsamico)

1 TL Honig (wir nahmen Akazienhonig)

3 EL Bucheckernöl (wahlweise Walnussöl), wir mischten das 3:1 mit Distelöl. Bucheckernöl ist sehr kräftig im Geschmack.

2 El Walnusskerne (die kamen von einem Walnussbaum hier in der Nähe. Das Knacken war etwas mühselig)

Geriebener Parmesan, Granatapfelkerne nach Belieben

Vom frischen Rosenkohl die einzelnen Blättchen ablösen. In Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren, abgießen und abtropfen lassen.

Essig, Honig und Öl verrühren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer aus der Mühle würzen, dann die Rosenkohlblättchen untermengen. Ca. 30 Min. ziehen lassen.

Die Walnusskerne ohne Fett in einer Pfanne rösten, mit Salz würzen und über den Salat streuen. Wir gaben noch Granatapfelkerne dazu, was dem ganzen eine säuerlich-fruchtige Note verlieh, und geriebenen Parmesan. Die Parmesanspäne hätten wir ruhig noch etwas grober reiben können, dann wäre deren Geschmack etwas besser durch gekommen. Das nächste Mal. . .


Wirsinggemüse

Wirsing ist der wohl leckerste und feinste Kohl. Besonders schmackhaft wird er, wenn man sich die Mühe macht, alle starken Rippen aus den Blättern heraus zu filetieren, die Blätter in ganz schmale Streifen schneidet und dann nur kurz (ca. 3 bis 5 Minuten) blanchiert. Etwas zerlassene gesalzene Butter darüber, mehr braucht es nicht. Wer es etwas deftiger möchte, lässt in der Butter durchwachsenen Speck aus und brät noch ein paar Zwiebelwürfel in Butterschmalz, dass sie Farbe bekommen, und gibt beides dazu. So in etwa hatten wir es am Mittwoch gemacht.


Stampfkartoffeln mit Salbei und Mascarpone

750 g große mehlige Kartoffeln

Salz

2 Knoblauchzehen

3 Stiele Salbei

40 g Butter

Weißer Pfeffer

200 g Mascarpone (oder Sahneschichtkäse)

Frisch geriebene Muskatnuss

Kartoffeln waschen, schälen und in Salzwasser garen, Wasser abgießen und die Kartoffeln bei eingeschalteter Herdplatte eine Minute ohne Deckel trocken dämpfen.

Knoblauch pellen und in feine Scheiben schneiden. Salbeiblätter von den Stielen zupfen. Während die Kartoffeln dämpfen, die Butter in einem Topf aufschäumen lassen. Knoblauch uns Salbei darin zusammen anschwitzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die ausgedämpften Kartoffeln stampfen, Mascarpone unterheben, mit Salz Pfeffer und Muskat würzen, die Butter unterrühren. Wenn kein Mascarpone zur Hand, wie es bei uns am Mittwoch war, lässt sich auch Sahneschichtkäse verwenden. Das hatte ich schon einmal gemacht, und das Ergebnis war prima. Nun gut, auch der war nicht zu bekommen, so hatten wir dann Schlagsahne in einem Topf auf dem Herd um die Hälfte reduziert. Das ging auch. Das Originalrezept ist aus einem Kochbuch von Tim Mälzer.


Stampfkartoffeln mit Knoblauch und Olivenöl


Hierfür nahmen wir Kartoffeln der Sortte „Blauer Schwede“ (Wer lacht denn da? Die heißen wirklich so!) Diese Kartoffelsorte hat violettes Fruchtfleisch, ist mehligkochend und hat einen erdig-kartoffeligen Geschmack. Die werden geschält, gekocht und zu Brei gestampft. Salzen. Einen ordentlichen Schuss fruchtiges Olivenöl und durch die Knoblauchpresse geschickte Knoblauchzehen unterrühren. (Knoblauch nach belieben). Der Kartoffelbrei darf ruhig sehr würzig schmecken. Der Kartoffelstampf muss kräftig gerührt werden, damit er ähnlich fluffig wird wie „normaler“, durch das Olivenöl wird er sonst etwas fest. Das Originalrezept habe ich aus einem Kochbuch von Wolfram Siebeck.


Tkemali (Georgische Sauce aus Kirschpflaumen)

Für die georgische Pflaumensoße Tkemali wird in der Regel eine besondere Pflaumensorte verwendet: die Kirschpflaume. Sie ist kleiner als herkömmliche Pflaumen und besitzt eine fruchtige Säure. Besonders unreife grüne Früchte kommen bei der Herstellung zum Einsatz. Unreife grüne Pflaumen findet man hierzulande meist in türkischen oder arabischen Supermärkten. Möglich sind aber auch herkömmliche Pflaumen oder Mirabellen. Das Endergebnis ist dann etwas fruchtiger und ein wenig süßer, aber immer noch köstlich.

Das liegt vor allem an den verendeten Gewürzen. Die Kirschpflaumen werden mit Knoblauch, Chili, Paprika, Essig und Zucker eingekocht und vor dem Servieren mit frischer Minze, Koriander und Zitronensaft abgeschmeckt. Verwende einen fruchtigen Essig, zum Beispiel Himbeeressig und schmecke die Soße immer wieder ab. Passe die Essigmenge je nach Geschmack an, besonders, wenn du süßere Früchte verwendest. Ist deine georgische Pflaumensoße fertig, fülle sie in sterile Gläser und lagere sie im Kühlschrank. Dort hält sie sich etwa einen Monat lang. Sie schmeckt zu Grillgut, Käse oder eignet sich zum Verfeinern von Dressings und Fleischgerichten.

500 g Kirschpflaumen

3 Knoblauchzehen

Eine Prise Salz

50 ml Himbeer- oder Apfelessig

Etwas roter Pfeffer

Eine kleine Chili

2 TL Paprika rosenscharf

25 g Zucker

Eine Zitrone

Drei Stiele Minze

6 Stiele Koriander

Wasche und entsteine die Pflaumen. Ziehe den Knoblauch ab und hacke ihn fein.
Gib alle Zutaten bis auf Zitrone und Kräuter in einen Topf und lass alles aufköcheln. Rühre ab und an um, damit sich der Zucker auflöst und die Soße nicht anbrennt. Koche die Soße ein, bis sie eine sämige Konsistenz erreicht.

Presse die Zitrone aus und schneide die Kräuter fein. Hebe beide Zutaten unter die Soße. Schmecke sie ab und fülle sie in saubere Gläser.

Die Pflaumensoße hält sich im Kühlschrank etwa einen Monat.

“Nachgemachte“ Tkemali:

Da wir keine Kirschpflaumen zur Hand hatten, nahmen wir Zwetschgenmus aus dem Glas. Das hatte ich im Sommer eingekocht, ungezuckert, jedoch nicht so stark reduziert wie Latwerge. Wir hatten gewürfelte rote und gelbe Zwiebeln und fein gewürfelte Knoblauchzehen zusammen mit einer mediterranen Kräutermischung und Chiliflocken in Öl angedünstet, und dann das Zwetschgenmus aus dem Glas zugegeben. Das wurde auf keiner Flamme eine Weile ziehen gelassen und dann mit dem Pürrierstab bearbeitet, dass keine Zwiebelstückchen mehr zu spüren war. Frische Kräuter (Koriander und Minze) waren leider nicht zu bekommen, trotzdem war die Sauce zu dem Fleisch sehr lecker.


Orangenspeise

Hierfür brauche ich Orangen unbedingt aus biologischen Anbau, da ich die Schalen mit verwende. Zur Zeit ist Erntezeit in Spanien und Griechenland, und die sind einigermaßen günstig. Die Orangen werden gewaschen, und dann mit dem Zestenschneider schmale Streifen von der Schale gehobelt, ohne dass weiße Haut damit dran ist. Diese Schalenstreifen werden in einer Schüssel sofort eingezuckert. Dann werden die Orangen geschält und die einzelnen Stücke filetiert, so dass möglichst wenig Haut da dran ist, und in kleine Stücke geschnitten. Die kommen zu den eingezuckerten Schalenstreifen, dann wird Joghurt griechischer Art (10% Fett, Sahnejoghurt) darunter gemischt, das Ganze verrührt und ab in den Kühlschrank. Fertig ist die Laube. Trotzdem sehr lecker.


Freitag, 20. Februar 2026

21. Februar 2026 im Café Klett: Austellungseröffnung und Konzert

 


Zum Ende der Winterpause in der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh laden wir herzlich am 21. Februar um 19:00 Uhr zur Eröffnung mit Konzert der Retrospektive von Wienke Krüger, Witzenhausen ein. Die farbenfrohen abstrakten Bilder sind bis zum 21. März täglich von 13 bis 18 Uhr im Café der Kunsttöpferei Klett zu sehen.

Zur Ausstellungseröffnung gibt der neuseeländische Singer-Songwriter Mathew James White ein besonderes Konzert. White verbindet warmen Indie-Folk und Alt-Pop mit ruhigem, ehrlichem Storytelling – seine Musik schafft Raum für Nähe, Zuhören und Atmosphäre.

Der Eintritt ist frei um Spenden wird gebeten.

Sein Sound erinnert an George Ezra, Vance Joy, Hollow Coves und Jack Johnson – ruhig, hoffnungsvoll und nahbar.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt White unter anderem durch Platzierungen auf Netflix und MTV UK, darunter sein Song Only The Light in der Netflix-Serie From Scratch.

Pressestimmen:
„Ganz, ganz toll!“ – YOU FM Frankfurt
„Hochemotional“ – Süddeutsche Zeitung
„Seine Liebe zur Musik ist vom ersten Lied an zu spüren – sie steckt an.“ – Merkur

Mathew James White hat bislang acht Alben veröffentlicht und tourt regelmäßig durch Europa. Ein Höhepunkt seiner Karriere war sein Auftritt beim Blue Balls Festival in Luzern.



Zur Künstlerin:

„Ich bin meine Bilder“

- ein Zitat von Wienke Krüger (geb. 1959, gestorben 2022 in Witzenhausen), deren schier grenzenlose Kreativität nicht nur in ihrer Malerei Ausdruck fand, sondern auch im Schreiben von Texten und nicht zuletzt im Gestalten ihres Gartens.

Wienke Krügers vielfältige, größtenteils abstrakte Bilder in Mischtechnik auf Leinwand beinhalten häufig Hinweise auf Lebewesen, Dinge und Ideen. Eine Auswahl ihrer Werke wird vom 21.02. bis 21.03.2026 in der Kunsttöpferei Klett in Fredelsloh gezeigt.

Im Gespräch über Farben, mögliche Motive, Leerstellen und im Zuhören und Nachfragen werden Wienke Krügers Bilder lebendig.

Samstag, 17. Januar 2026

7. Februar 2026: Aus dem Kochbuch der Marie Dörnte

 



Aus dem Kochbuch der Marie Dörnte

Eine kulinarische Zeitreise in fünf Gängen

Samstag, 7. Februar 2026, 18:00 Uhr, Herbst-Hof

Deichstraße 18, Fredelsloh

Es begann mit einem Fundstück. Ein Berichtsheft mit der Aufschrift „Wanderhaushaltungsschule Fredelsloh 1923 - 1924, Marie Dörnte“. So kam uns die Idee, aus diesem Rezeptheft ein Menü zusammen zu stellen und anzubieten. Wir sind eine Gruppe von Kochbegeisterten, die sich seit März 2025 zweimal im Monat in der Küche in der Alten Schule Fredelsloh trifft. Wir erkunden seitdem, was sich mit den Gaben der Natur der Sollingwälder und -wiesen Köstliches zubereiten lässt. Doch auch so einen Schatz lassen wir uns nicht entgehen. Und so werden wir nach den Originalrezepten wie vor hundert Jahren arbeiten. Lassen Sie sich überraschen! Die musikalische Begleitung übernimmt Kenneth am Klavier.

Kosten: Wir bitten um eine großzügige Spende für die Projekte der Alten Schule Fredelsloh. Eine verbindliche Anmeldung bis zum 1. 2. 2026 ist notwendig. Per Mail an dingefinder@gmx.de oder telefonisch unter 05555 / 522 (AB Alte Schule)

Veranstalter: Wilde Sollingküche im Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V., Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen

Wir suchen übrigens noch weitere Menschen, die Lust haben auf Exkursionen in der Natur und in der Küche und die bereit sind, Essperimente zu machen in einer fröhlichen und kreativen Runde. Wir treffen uns jeden zweiten und vierten Freitag im Monat ab 17:00 Uhr; Wanderungen, um wilde Kräuter, Pilze und Früchte kennen zu lernen, finden nach Absprache in der Gruppe an Wochenenden statt.

Dienstag, 30. Dezember 2025

Küche durch das Jahr: Winterpause

 


So findet das seit März dieses Jahres statt: Jeden Dienstag von 15:00 bis 18:00 Uhr in der Alten Schule Fredelsloh  -  Küche durch das Jahr. Es sollen keine Mahlzeiten zum Auftischen produziert werden (was trotzdem durchaus passieren darf), sondern Grundrezepte ausprobiert, dabei wird darauf geachtet, was gerade Saison hat. 

Die Zeit zwischen den Jahren ist auch eine Zeit des Résumés und der Neuorientierung. Das Résumé nach einem dreiviertel Jahr Küche durch das Jahr: Es wurde vieles ausprobiert und angefertigt. Noch immer stehen im Keller eine Vielzahl Sirupe und Fruchtaufstriche, Eingewecktes und Eingelegtes. Einiges am neu Ausprobierten hat Bestand: Die Sauerteig-Ciabatta zum Beispiel, oder die Veilchen-Gummibärchen. Einiges ist eher angerissen worden, und bedarf einer Vertiefung, wie die einfache Herstellung von Käse. Auch hat sich durch die Teilnahme der beiden Kinder, dem kleinen Mann, der mich Opa nennt und seiner Freundin im letzten Viertel des Jahres, die Aufgabenstellung etwas verschoben. Hin zu einfachen kindgerechten Leckereien. 


Im neuen Jahr wird sich das anders gestalten, ich möchte mit den beiden Kindern gerne weiter kochen, das aber auf einen anderen Tag verlegen, und auf anderthalb Stunden begrenzen, was mehr der Aufnahmefähigkeit für konzentriertes Arbeiten in der Küche für die beiden entspricht. Und so auch mehr auf deren Wünsche eingehen, sie zum Beispiel Pizza machen.

Der Dienstag wird so wieder mehr den Basics vorbehalten. Auf unserem Wunschzettel stehen neben anderem die regelmäßige Joghurtbereitung, das Brotbacken mit Wildhefe zu vertiefen, auch gibt es den Wunsch, einige Dinge zu Verstetigen. Das Backen von Sauerteigbrot einmal die Woche für den Eigenbedarf ist wünschenswert, und das kann auch nebenbei laufen, denn Brot braucht die meiste Zeit beim Gehen, und das kann es auch alleine. So werden im neuen Jahr also Verstetigung und Vorratshaltung im Fokus stehen.

Für diejenigen, welche mehr Essperimente wünschen: Auch im neuen Jahr trifft sich die Wilde Sollingküche jeden zweiten und vierten Freitag im Monat, und das wird so bleiben. Als einzige Änderung haben wir den Beginn des Treffens von 15 Uhr auf 17 Uhr verschoben, da diese Zeit für einige Berufstätige die realistischere ist. Die Exkursionen zum Kräuter- Beeren- und Pilzesammeln möchten wir auf die Wochenenden verlegen, an Samstagen oder am Sonntagen nach Absprache.

Last but not least gibt es noch den Mittwoch, und zwar jeden vierten Mittwoch im Monat. Dann trifft sich die ZWAR- (Zwischen Arbeit und Ruhestand) Kochgruppe, organisiert von ZWAR Moringen um 17 Uhr in der Küche der Alten Schule. An diesem Termin geht es eher um das Zubereiten von leckeren Gerichten, zur Zeit in Richtung Hausmannskost. Mit anschließendem gemeinsamen Speisen, wie es sich gehört.

Doch vorerst ist einmal Winterpause, im Januar wird bis auf die beiden Freitags- und dem Mittwochstermin nichts stattfinden, wer unbedingt mit uns kochen möchte: jeden Donnerstag ist Gemeinschaftsküche, die Kochparty beginnt um 14 Uhr, um 18:30 Uhr wird aufgetischt. Wann es genau weitergeht, werdet Ihr hier erfahren. 

Auch mit dem Filzen soll es weitergehen, die schlafende Haselmaus auf dem Bild oben ist von Judith gefilzt, auch dazu gibt es in Kürze näheres. Erst einmal wünschen wir allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr, und denkt daran, Winterpause zu machen und eine Zeit kürzer zu treten, um Anlauf zu nehmen für ein buntes und kreatives Küchenjahr 2026. Liebe Grüße @ all von Dingefinder Jörg.


Sonntag, 21. Dezember 2025

28. 12. 2025 in Fredelsloh: Konzert im Café Klett mit Simone Stahl und Tobias Elter

 


Am 28. Dezember 2025 um 19:00 Uhr kommt die Stuttgarter Liedermacherin Simone Stahl ins Café der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh.

Mit ihrem Programm, Räuber und Raben und in Begleitung von Tobias Elter, Saxophon spielt und singt Simone Stahl zu ihrer Gitarre.

Die Stuttgarter Liedermacherin ist die perfekte Mischung aus Vagabundin und Gemütlichkeit. Von kryptischen Geraune hält sie nichts: ihre Arrangements klingen bemerkenswert natürlich und ihre Texte und Melodien gehen sofort ins Blut. 
Das Texten begann sie 2014 nach einer langen Reise; seitdem hat sie damit nicht mehr aufgehört, und auch das Reisen ist ihr im ganz gewöhnlichen Alltag treu geblieben. 
Zwar reist sie nicht mehr in die Ferne, dafür aber in die Tiefe: in verschiedenen Lebenslagen und Rollen, die man entdeckt, einnimmt, in die man sich verirrt und auch jene, die anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sind. Wer sich auf ein Konzert der Liedermacherin begibt, wird erfahren, welche Räuber und Raben sie besingt und mit ihrem geschickten Gitarrenspiel einfängt. 

Am 28. Dezember um 19:00 Uhr im Café Klett, Kampweg 2 in Fredelsloh.
Der Eintritt ist frei - Spenden sind erwünscht!

Foto: Copyright ‚Rattenscharfe Photos‘ 


Dienstag, 16. Dezember 2025

Küche durch das Jahr - Nuss-Nougat-Creme, zweiter Anlauf

 



Jeden Dienstag von 15:00 bis 18:00 Uhr in der Alten Schule Fredelsloh: Küche durch das Jahr. Es sollen keine Mahlzeiten zum Auftischen produziert werden (was trotzdem durchaus passieren darf), sondern Grundrezepte ausprobiert, dabei wird darauf geachtet, was gerade Saison hat.

Letzten Dienstag sind wir mit unserer Nuss-Nougat-Creme aus den Haselnüssen, die wir vom Haselheister vor der Alten Schule gespendet bekommen haben und nur einsammeln mussten, nicht weit gekommen. Also, in einem gewissen Sinne doch, wir haben es geschafft alle Nüsse zu knacken. Doch dann sprach sich herum, dass in der Klosterkirche der Weihnachtsbaum geschmückt wird, und - schwupps - war ich allein in der Küche. So habe ich gelernt, dass es Interessanteres gibt, als Waffeln zu backen, und diese dann mit der selbst gemachten Nuss-Nougat-Creme zu bestreichen. Also wird das heute nachgeholt.

Wer dabei sein möchte: Anmeldung unter 05555 / 522 (AB Alte Schule) oder dingefinder@gmx.de. Kinder dürfen mitgebracht werden. Kosten: Lebensmittelumlage, eine Spende für die Alte Schule wäre nett.

Dienstag, 9. Dezember 2025

Küche durch das Jahr: Vanillekipferl

 


Jeden Dienstag von 15:00 bis 18:00 Uhr in der Alten Schule Fredelsloh: Küche durch das Jahr. Es sollen keine Mahlzeiten zum Auftischen produziert werden (was trotzdem durchaus passieren darf), sondern Grundrezepte ausprobiert, dabei wird darauf geachtet, was gerade Saison hat.

Das letzte Mal waren Vanillekipferl dran, wobei da die meiste „Arbeit“ darin bestand, die Mandeln zu enthäuten, also die ganzen Mandeln kurz mit kochendem Wasser zu übergießen und dann durch die die Finger flutschen lassen. Für Kinder eine spaßige Angelegenheit. Als wir 200 g davon zusammen hatten, wurden sie gemahlen. In einer Schüssel wurden 250 g Butter schaumig gerührt, wobei 125 g Zucker essslöffelweise dazu gegeben wurden. Dann kamen noch das Mark von zwei Vanilleschoten und eine Prise Salz darunter. Verrührt wurde das Ganze dann mit 300 g Mehl, und schließlich wurden die gemahlenen Mandeln darunter geknetet. Der Teigball durfte eine Stunde in der Kühle ruhen. Wir verfrachteten ihn abgedeckt in einer Schüssel nach draußen, denn dort war es winterlich und der Kühlschrank war voll.

Schließlich wurden daraus zuerst walnussgroße Bälle und dann Hörnchen gefprmt (letztere waren bei uns etwas groß geraten, da wir schnell fertig werden wollten). Im vorgeheizten Ofen durften sie dann bei 180 Grad etwa zwanzig bis dreißig Minuten backen (bei uns eher dreißig, da groß). Danach wurden sie, sobald sie etwas abgekühlt waren, in Puderzucker gewälzt, der mit Vanillezucker versetzt war. (Judith meinte, davon war es etwas viel, doch das ist Geschmackssache). Lecker sind die Dinger unbedingt!

Die ausgeschabten Vanilleschoten schneide ich übrigens mit der Schere klein und vermische sie mit Zucker, in einem Glas können sie lagern und der Zucker wird „vanillisiert“, das wird dann in einer dieser altmodischen Kaffeemühlen gemahlen und dort verwendet, wo Vanillezucker gebraucht wird.

Heute wollen wir uns noch einmal die im Spätsommer gesammelten Haselnüsse vorknöpfen. Geknackt werden müssen die sowieso, und ich Leckermaul habe Sehnsucht nach Nuss-Nougatcreme. Dazu passen selbstgebackene Waffeln. Daher auch das Bild oben: Der Kinderkochclub, den ich vor Jahren betreute, backt da gerade Waffeln, um sie mit der selbstgemachten Nuss-Nougatcreme zu bestreichen und anlässlich eines Schulfestes abzugeben. (By the way, die Erlaubnis der Eltern, dieses Foto zu veröffentlichen, lag vor. Eines davon ist mein Sohn. Der ist mittlerweile richtig groß geworden. Die Zeit vergeht. . .)

Wer dabei sein möchte: Anmeldung unter 05555 / 522 (AB Alte Schule) oder dingefinder@gmx.de. Kinder dürfen mitgebracht werden. Kosten: Lebensmittelumlage, eine Spende für die Alte Schule wäre nett.