Samstag, 7. April 2012

Nützliche Dinge für die Gartenarbeit

Prüfe, womit du bindest. . .

Es gibt nützliche Dinge im Gartenbau. Ich selber bin da etwas traditioneller eingestellt, und was ich nutzbringend empfinde, sind oft auch die tradtionellen Produkte. Neben dem, dass im Garten dieses oder jenes geschnitten werden muss, muss auch das eine oder andere gebunden werden: Stauden zusammengebunden, kleine Bäumchen angebunden, Kletterpflanzen geleitet werden. Unentbehrlich im Garten für mich ist der papierumwickelte Draht zum Rebenbinden (Foto, Mitte), im Weinbau entwickelt. Der Draht ist stabil, ich fixiere damit alles mögliche auf die Schnelle. Besonders beim Leiten der Triebe von den Kletterpflanzen ist er unübertroffen. Einige der Drahtenden führe ich immer bei mir. Der große Vorteil ist, dass das Material, der Witterung ausgesetzt, binnen eines Jahres brüchig wird und somit nicht einwachsen kann. Gerade kürzlich habe ich so ein Desaster bei einigen herabgebundenen Zweigen von jungen Obstbäumen gesehen. Da ist die Sollbruchstelle im späteren Astwerk vorprogrammiert.

Für das Anbinden von Bäumen und auch Fixieren von größeren Zweigen benutze ich Kokosgarn (links im Bild), auch ein schönes Material, welches sich gut anfühlt und auch ästhetisch in den Naturgarten passt. Beim Anbinden der jungen Bäume am Pfahl wird darauf geachtet, dass keine Schlingen um den Stamm gebildet werden, die den Stamm im Wachstum einschnüren können.

Drittes Bund im Bunde: Rechts der Gärtnerbast. Davon hängt immer ein Bund im Schuppen, zum schnellen Zugriff. Damit werden die Stauden an den Haselnusszweigen oder Tonkingstäben zum Stabilisieren hochgebunden, Blumensträuße zusammengehalten, und und und. . . 

Es gibt Dinge, die immer zur Hand sein sollten. . . 

Kommentare:

  1. Danke, für die Tipps!

    Gerade der mit dem Papier umwickelten Draht gefällt mir super!

    Sepp Holzer verzichtet völlig auf das anbinden von Bäumen. Sein sinngemäßer O-Ton: "Angebundene Bäume sind weniger stark. Bekommen die eine entsprechende Schnee- oder Fruchtlast, brechen die Äste früher, als bei jenen die nicht angebunden worden sind."

    Daher binden wir keine Bäume an. Der Wind, der sie bewegt trägt dazu bei, dass sie entsprechend wachsen und festere Fasern bilden, denke ich.

    Herzliche Grüße

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich denke, dass Sepp Holzer auch mit Sämlingsunterlagen arbeitet. Die werden hier aber zu groß. So muss ich auf Halbstamm, Busch oder gar Spindelbusch zurückgreifen. Letzterer braucht immer ein Pfahl, da die Wurzel sehr schwach ist. (Daher der gewünschte Zwergwuchs. Außerdem haben wir hier einen hohen Grundwasserstand. Da wachsen die Wurzeln nicht in die Tiefe, besonders bei den Birnen mit ihren Pfahlwurzeln ist das ein Problem.

      Ich denke, dass jeder Garten und jede Gärtnerin, jeder Gärtner die ihr oder ihm gemäße Lösung finden darf.

      Es ist letztlich eine Frage der Achtsamkeit.

      Liebe Grüße, Jörg

      Löschen