Freitag, 29. November 2024

HerbstLese: Dagmar Herrmann - Es herbstet

 




Es herbstet. . .

Es herbstet um mich
herum dunkeln die tage
nach licht lechze ich
nicht

Der abend herab senkt
sich auf die gemüter
die mit losen blättern
fallen, immer länger werden
die schatten auf dem pflaster
schritte verlangsamen
sich, wenn die sonne ihre
kraft entzieht

Es bleibt die schönheit
auf dem wasser, wenn die
dunstigen schleier auf
den grauen spiegelflächen
des stromes sich legen
und die kormorane ihre
gefieder spreizen den
wärmenden strahlen
entgegen

Dort sitze ich am fluss und trage
in mein büchlein die kostbarsten
momente mit hastigen zeilen ein
damit es nicht verlorengeht auf
vorgezeichneten linien einer
schäbigen kladde

geborgtes leben
vergangenheit
gegenwart
zukunft und
was ich noch
erhoffe

Dagmar Herrmann, freischaffende Malerin und Autorin, 28237 Bremen

Sprecher und Musik (Loop-programming und Querflöte) Dingefinder Jörg Krüger

HerbstLese: Amina Anja Amelal - wie ich allmählich ein fisch wurde. . .

 



wie ich allmählich ein fisch wurde im großen gewoge der fische
eine vom ergebenen fall des laubes erfasste
gespielin des windes

griff ich zum halm

einer der auf meinem scheitel
einer der auf meiner brust
überlebte

und ließ sie mit dem lachen
zu krücken verbauen
jetzt können wir immerhin
schon vorwärts humpeln
welche lust mit der last
‚vorwärts
vorwärts‘
treibe ich den widersinn hoch
das karge gebirge stößt wohl
in den himmel
dünne luft
doch
die augen weiden sich satt
abwärts zur sohle des tales
hin

Amina Anja Amelal 2024


Gelesen vom Dingefinder, Musik: Querflöte von demselben, gespielt in der Klosterkirche Fredelsloh

Samstag, 23. November 2024

Ab 30: November in der Klosterkirche Fredelsloh : 10 Jahre Fredelsloher Krippe

 



Wie alles begann: Hier ein Artikel vom 4. 12. 2017 auf Leinetal24.de

FREDELSLOH (sth) Im nördlichen Querschiff der Klosterkirche ist ein Stall aufgebaut, in dem der Ochse, mehrere Schafe und die drei Hirten stehen. Im Mittelschiff sind Maria und Josef mit ihrem Esel auf der Reise und im südlichen Querschiff versammeln sich die drei heiligen Könige. Was bei der außergewöhnlichen Krippenausstellung in der Klosterkirche Fredelsloh bisher noch fehlt ist das Christkind.

„Wir befinden uns noch in der Adventszeit, da war Jesus noch nicht geboren“, erklärt Janne Klett-Drechsel von der Kunsttöpferei Klett. Aus diesem Grund befindet sich auch der Verkündungsengel noch nicht am Stall sondern daneben. Erst zur Andacht an Heiligabend werden die Figuren zusammengeführt. „Vor drei Jahren kam ein Bürger Fredelslohs auf uns zu und fragte, wieso es in der Klosterkirche keine schöne Krippe gebe und wollte diese dann stiften“, erläutert Klett-Drechsel weiter. Nach und nach arbeiteten mehrere Töpfer dann in den vergangenen zwei Jahren daran, immer mehr Figuren aus Ton zu fertigen und der Krippe hinzuzufügen. Mehrere erfahrene Töpfer und Laien haben sich unter der Leitung von Janne und Hannes Klett-Drechsel an die mühevolle Arbeit gemacht. Über einige Tage hinweg müssen die fertiggestellten Figuren im Ofen gebrannt werden und erst nachdem dieser über drei Tage abgekühlt ist, kann das Ergebnis betrachtet werden. Bei unvorsichtiger Arbeit können Blasen im Material eingeschlossen werden, die Figuren platzen lassen. Auch die Farben werden erst nach dem Brand sichtbar. Um die viele Arbeit angemessen zu würdigen, sei in diesem Jahr die Entscheidung getroffen worden anders vorzugehen: Anstatt die Krippe nur zu Heiligabend aufzubauen, werden die Figuren in der Adventszeit auf ihrem Weg nach Bethlehem dargestellt und können ab Sonntag, 3. Dezember, bis voraussichtlich Sonntag, 31. Dezember, täglich von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden. Fortsetzung auf Seite 6 Obwohl mit den bisher gefertigten Figuren die Krippenszene schon gut dargestellt werden kann, sei das Projekt noch nicht abgeschlossen, so Klett-Drechsel. Neben den zahlreichen Schafen in vielen verschiedenen Stilrichtungen sei das Projekt „noch lange nicht ausgebrannt“ und werde in den kommenden Jahren mit mehr Figuren weitergeführt. Mit besonderer Freude erwartet auch Pastor Peter Büttner die Zusammenführung der Figuren am Heiligabend. Besucher der Ausstellung können die Gemeindearbeit mit dem Erwerb von Magneten für Kühlschrank und Pinnwand, Weihnachtskarten und Kalendern unter­stützen. Auch das neue Fredelsloher Heft, das am Sonntag, 3. Dezember, erscheint, widmet sich unter anderem der Fredelsloher Krippe.
















Montag, 18. November 2024

Gemeinschaftsausstellung im Café Klett ab 18. 11. 2024

 


Ab heute dem 18. November bis zum 12. Januar 2025 stellt die Gruppe „Farbenkreis" aus Göttingen, Landschaften im Café Klett, Fredelsloh aus.

Diese Gemeinschaftsausstellung zeigt Landschaften in Variationen, nicht nur in der Darstellung, auch wurden unterschiedlichen Techniken eingesetzt: Acryl, Collage, Mix Media, Gouache, Textil (Filzen), Kaltwachs und Öl.

Landschaft – fast noch realistisch, stark vereinfacht, abstrahiert, verfremdet – ist das überhaupt noch eine Landschaft? Dieser Frage haben sich die sieben verschiedenen teilnehmenden Künstlerinnen des Atelierhauses Göttingen gestellt.

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet der Farbenkreis im Atelier 13 des Atelierhauses Göttingen, Hagenweg 2b in unterschiedlichen künstlerischen Methoden und Stilrichtungen und Besetzung zusammen.

Mit Malerei in Aquarell, Acryl oder Öl, Zeichnungen, Installationen, Objekten und Collagen hat sich die Gruppe im Laufe der Jahre auseinandergesetzt und erprobt.
Der Farbenkreis, von derzeit 10 Frauen, blickt auf zahlreiche kuratierte Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen zurück, trifft sich regelmäßig zum künstlerischen Austausch sowie zu Weiterbildungen.

Am Mittwoch, dem 20. November um 17:00 Uhr findet die Vernissage im Café der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett statt.
Die Ausstellung ist täglich von 13 bis 18:00 Uhr geöffnet, Geschlossen am 24./25. Dezember und 31. Dezember/1. Januar.

Samstag, 16. November 2024

10 Jahre Gemeinschaftsküche in der Alten Schule Fredelsloh - Hier das Menü

 


Am Donnerstag dem 14. November dieses Jahres feierten wir das zehnjährige Bestehen der Gemeinschaftsküche in der Alten Schule. Dies wurde mit einem festlichen Menü begangen, und ich versprach, die Rezepte dazu hier einzustellen. Also denn: 

Menü zum 10 Jährigen

Das klassische Menü ist eine sinnvolle Aneinanderreihung von Speisen. Begonnen wird mit leichten „Happen“ (Amuse-Gueule oder französisch mise en bouche), die das Menü einleiten. Dann folgen Vorspeisen oder Suppe. Gehaltvollere Speisen, also Fleisch- und Fischgerichte, stellen den Hauptteil des Menüs dar, Dessert.


1 Amuse Gueule: Kleine Quark-Ölteig-Brötchen

Für das Grundrezept brauche ich ca. 400 g Dinkel- oder Weizenmehl, 500 g Quark, 100 ml Öl, einen Block frische Hefe bzw. (das ist bekömmlicher) etwas flüssige Wildhefe, etwas Zucker und Salz.

Der Vorteig wird am Vortag angesetzt, und er darf eine Nacht im Kühlschrank gehen. Dazu das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen, in welche die Hefe gebröckelt wird, die Hefe mit etwas Zucker füttern, ein, zwei Esslöffel Wasser dazu (bei flüssiger Wildhefe nicht notwendig) und gut durchkneten, zum Gehen in den Kühlschrank.

Am nächsten Tag kommen der Quark, das Öl und das Salz hinzu. Dieses Rezept ist ein „Ca. – Rezept“. Wie viel von genau von jeder Zutat richtet sich nach der Tagesform. Die Masse wird zu einem geschmeidigen, sich gut formbaren, sich etwas fettig anfühlenden Ball geknetet.

Da diesmal die Brötchen als Amuse Gueule gereicht werden, kommen vor dem Kneten noch getrocknete Tomaten (kleingeschnitten und eingeweicht), entsteinte und gehackte schwarze Oliven, etwas Knoblauch, die Zehen mit dem Messerrücken mit etwas Salz auf einem Holzbrettchen zerdrückt, und etwas geriebener Cheddarkäse dazu.

Der Teig muss jetzt noch einmal abgedeckt etwa zwanzig Minuten gehen. Der Ofen wird auf 200 Grad vorgeheizt und ein Backblech eingefettet.

Es werden dann mehr oder weniger große Kugeln aus dem Teig geformt, wie groß die einzelnen Kugeln sind, spielt keine Rolle, sie sollten nur gleichmäßig groß sein.

Die Brötchen werden dann bei 200 Grad je nach Größe zehn bis zwanzig Minuten gebacken. Sie sind Fertig, wenn sie aussehen, als hätten sie einen Strandurlaub auf Mallorca gehabt. Zum jetzigen Anlass forme ich sie etwas kleiner.

Der Geschmack dieser Brötchen richtet sich sehr stark danach, welches Öl ich verwende. Meistens nehme ich ein fruchtiges Olivenöl. In diesem Fall habe ich das Öl zum Teil durch Olivenpaste ersetzt. Am besten schmecken sie, wenn sie noch (lau)warm sind.


2 Vorsuppe: Spinatsuppe a la Siebeck

Für 5 Liter Rinderkraftbrühe (Bouillon):

7 ½ Liter Wasser

2 kg Rinderknochen (Keine Markknochen)

1,2 kg Beinscheibe vom Rind

1 kg Suppengemüse - Möhre, Lauch, Sellerie, Zwiebel (Petersilienwurzel)

40 gr Salz

2 Knoblauchzehen

Um eine tadellose Brühe zu erhalten müssen die Knochen kurz blanchiert werden und das Fleisch gewaschen. Dann wird beides zusammen in kaltem Wasser aufgesetzt und bei mittlerer Hitze zum Kochen gebracht. So werden Knochen und Fleisch am besten ausgelaugt. Bei 70 °C gerinnt das Fleischeiweiß, umschließt die Trübstoffe und setzt sich beim Sieden an der Oberfläche ab. Die Brühe muss nun langsam weiterkochen. Der Schaum ist sorgfältig zu entfernen. Es ist auch ständig zu entfetten, da die Brühe sonst trüb wird.

Nach dem Entfetten wird das Salz zugegeben und die Brühe ca 4 Std bei kleiner Hitze weitergekocht, so dass sie gerade so am Sieden ist. Erst jetzt wird das, ohne Fett angebräunte, Gemüse dazugegeben. Bei den Zwiebeln nur die äußere Pelle entfernen. Die Brühe ist fertig, wenn das Gemüse gar ist. Die Brühe möglichst durch ein Tuch passieren. sie sollte glasklar sein und eine kräftige Farbe haben.

Klären von Brühe

In die kalte Brühe gibt man pro Liter Flüssigkeit 1 Eiweiß und verrührt dieses kräftig.

Nun wird die Brühe langsam unter Rühren langsam aufgekocht. Im ersten Moment scheint sich nicht viel zu tun, aber plötzlich entsteht eine ganze Menge grauer Schaum. Das ist das Eiweiß das durch die Hitze stockt. Die graue Färbung sind die Trübstoffe, die feinen Schwebeteilchen, die bisher immer noch durch das Sieb gerutscht sind und die die Brühe trüb haben aussehen lassen. Jetzt muss man nur noch den Schaum abheben.

Die abgeschäumte Brühe durch ein Passiertuch gießen.  Fertig ist eine glasklare Brühe. Nochmals abschmecken .

Variante, vegetarisch:

Für dieses Suppenrezept brauche ich wieder Suppengrün: Porree, Sellerie, Möhren, Petersilienwurzel. Die Gemüse werden nicht geschält, sondern nur mit der Gemüsebürste geputzt, kleingeschnitten und in Olivenöl angedünstet und mit heißem Wasser abgelöscht und ca. eine Stunde köcheln gelassen. Das Wasser leicht (!) salzen.

Die Gemüsebrühe wird durch ein Haarsieb geseiht, sie soll möglichst klar sein, also nicht zuviel mit dem Kochlöffel nachhelfen. Die Brühe wird mit Ume Su (das ist eine salzige Ume-Aprikosen-Würze aus Japan) abgeschmeckt. Wahlweise geht auch Tamari (Sojasauce), doch Vorsicht, das bringt einen Eigengeschmack mit. Sie darf ruhig recht kräftig schmecken.

Spinatsuppe:

Der möglichst grobblättrige Spinat wird gewaschen und kurz blanchiert. Dann werden einige junge (!) Knoblauchzehen gepellt und in hauchfeine Scheibchen geschnitten und Parmesan gehobelt. In vorgewärmte Suppentassen kommen jetzt jeweils einige Knoblauchscheibchen und ein Esslöffel Parmesanspäne. Dazu eine Handvoll der blanchierten Spinatblätter. Mit der jeweiligen heißen Brühe auffüllen und sofort servieren.


3 Rote-Bete-Carpaccio auf Feldsalat

Ein herbstliches Festessen braucht eine festliche Vorspeise! Dieses Rote-Bete-Carpaccio ist ein gutes Entree zu einem leckeren Menü. Zum Feldsalat: Wenn es irgend geht, versuche ich festen, dunkelgrünen Feldsalat aus dem Freiland zu bekommen. Leider wird er meistens aus Gewächshauskultur verkauft, und ist dann etwas anämisch. Allein dafür lohnt es sich, einen eigenen Garten zu haben.

Der Feldsalat wird gewaschen, trocken geschleudert und in einzelne Blättchen gezupft. Pro Person brauche ich eine gute Handvoll Blättchen. Diese werden als grünes Bett auf einem hübschen Teller drapiert.

Dann schäle ich eine rohe Rote Bete und schneide mit einem scharfen Messer sehr (!) dünne Scheiben davon. So dünn, dass sie durchscheinend sind. Diese Scheiben werden fächerförmig auf den Feldsalat gelegt.

Dann kommt das Dressing: Dafür brauche ich etwas dunklen Balsamico-Essig, der mit dem Saft einer Orange (oder mit Orangenmarmelade) und etwas Akaziensirup vermischt wird. Dahinein gerührt wird frisch geriebener Ingwer und getrocknete Apfelringe, die vorher eingeweicht und in feine Würfel geschnitten wurden. Dann wird es mit Walnussöl zu einer Vinaigrette verrührt, die großzügig über Feldsalat und Rote-Bete-Scheiben verteilt wird. Zum Abschluss wird das Ganze mit trocken gerösteten Sonnenblumenkernen oder gehackten Walnüssen bestreut und ca. zwei Stunden marinieren gelassen. An dieser Stelle zeigt sich die Qualität des Feldsalates. Feldsalat aus dem Freiland bleibt fest und grün.


4 Zwischengang: Mini – Quiches

Der Teig ist eine Art Quark-Mürbeteig. Für diesen Teig brauche ich 300 g Mehl, davon 2/3 Vollkorn-Dinkel und 1/3 weißes Weizenmehl, 200 g Butter (kalt), 250 g Quark (40 % Fett), 1 Ei, Salz.

Die Zutaten mischen und zu einem Teig verkneten. Der Teig kann sofort ausgerollt und verarbeitet werden.

Für die Mini - Quiches werden aus dem dünn ausgerollten Teig mittels einer kleinen Glasschüssel oder ähnlichem 8 cm runde Teigfladen ausgestochen. Diese werden in den Mulden einer eingefetteten Muffinform drapiert, so dass kleine Törtchen entstehen. Diese können dann nach Belieben gefüllt werden.

Zum Ausrollen: Als mir der ganze Klumpatsch trotz Mehl auf dem Nudelholz und der hölzernen Arbeitsplatte mal wieder auf der letzteren festpappte, bekam ich von der Liebsten einen Tipp: Nach jedem mal Rollen das Teigstück aufnehmen und umdrehen und mit gegebenenfalls noch etwas Mehl weiter ausrollen, wieder aufnehmen und so weiter. Da klappte es dann wunderbar. Denn die Teigfladen für die Törtchen müssen wirklich sehr dünn sein. Beim ersten Versuch waren sie mir etwas zu dick geraten, und darunter hat der Genuss sehr gelitten, besonders am nächsten Tag, als sie abgekühlt gereicht worden sind.

Die Menge der oben angegeben Zutaten reicht bei wirklich dünnen Ausrollen für etwa 36 Mini-Quiches.

Für die Füllungen ist allerhand möglich, hier einmal eine Spinat – Pilzfüllung.

Dafür brauche ich 300 g Frischkäse und ca. die gleiche Menge Spinat, frische Blätter ohne Stiel, blanchiert und ca. 200 g frische Pilze (Champignons, Mairitterlinge, Waldpilze wie Maronen, Steinpilze oder Pfifferlinge). Die Pilze werden gereinigt und in gleich große Stücke geschnitten und mit etwas Knoblauch in Butter angebraten, bis die Butter „aufgesogen“ ist und die Pilzstückchen etwas geschrumpft. Habe ich eher milde schmeckende Pilze vor mir, wie etwa Zuchtchampignons oder Mairittelinge, dann werden sie in dem Augenblick, wo die Pilze in der Pfanne beim Anbraten etwas zu „wässern“ beginnen mit Pilzpulver bestreut. Das Pilzpulver kann ich mir in einer elektrischen Kaffeemühle aus getrockneten Steinpilzen schnell selbst herstellen.

Spinat, Pilzstückchen und zwei Eier mit dem Frischkäse mischen und etwas Muskat gemahlen beimischen, eventuell salzen. Ein Zusatz von trocken gerösteten Walnusskernen, kleingehackt, oder trocken gerösteten Pinienkernen wäre eine Option. Auch ließe sich in diese Füllung 50 g geriebener Parmesan zufügen.

Mit einem Esslöffel die Teigförmchen füllen und ca. 20 Minuten bei 200° backen.

Diese Füllung habe ich insofern abgewandelt, dass ich die Pilze fortließ und durch vorgekochte Berglinsen ersetzte die mit Knoblauch und Zwiebeln angebraten wurden und mit Muskat und Majoran gewürzt. Auch wurde noch geriebener Cheddarkäse zugefügt.


5 Hauptgericht: Wildgulasch zu Fredelsloher Eiernudeln

Für vier Personen benötige ich (das ist das Grundrezept, wenn es als sättigendes Hauptgericht gereicht wird, in der Menuefolge reicht das für sechs Personen):

Etwa 1 kg Wildfleisch, wir hatten Wildschweinekeule und Reh zur Verfügung

Zwei Zwiebeln, mittelgroß

Ein bis zwei Zehen Knoblauch

Drei Esslöffel Tomatenmark

Ein Liter Rotwein trocken, bzw. (wenn ich zum Beispiel für und mit Kindern koche, was hier der Fall wäre) ein Liter roten Traubensaft (bio), dem ich etwas frisch gepressten Orangensaft und dunklen Balsamicoessig zugefügt habe

100 ml Sahne (oder, bei mir bevorzugt, Schmand)

600 ml Gemüsebrühe (siehe oben)

Einige Zweiglein frischen Rosmarin (optional)

Salz und Pfeffer, grob gemörsert

Die Zwiebeln und den Knoblauch in feine Würfel schneiden. Das Fleisch in einer großen Pfanne scharf anbraten, dabei mit Salz und Pfeffer würzen. Wenn das Fleisch schon leicht braun ist, die Zwiebeln und den Knoblauch dazu geben und mitbraten, bis alles gut angeröstet ist. Das Tomatenmark dazu geben, verrühren und mit 1/3 des Rotweins ablöschen.

Den Wein einkochen lassen bis nur noch ein dickflüssiger Sirup vorhanden ist. Diesen Vorgang noch zweimal wiederholen, dann die Gemüsebrühe dazu geben und erst eine Stunde bei kleiner Flamme mit Deckel köcheln lassen. Dann den Deckel runter nehmen und noch mal 15 Minuten leicht köcheln lassen. Den Rosmarin beim Köcheln mit dazu geben. Am Ende die Sahne (den Schmand) dazu geben. Das lässt sich zum Schluss noch mit weiterem Tomatenmark, etwas braunen Zucker und Orangenmarmelade abschmecken.

Die Fredelsloher Eiernudeln sind Nudeln, die hier regional hergestellt, die Eier kommen aus einem Hühnermobil.

Für die Vegetarier hatten wir eine einfache Pilz-Sahne-Sauce zu den Nudeln gereicht, bestehend aus eingeweichten getrockneten Steinpilzen, Champignons, Butter und Schmand. Veganerinnen und Veganer hatten wir an dem Abend nicht dabei, doch auch für diese wäre und auch noch etwas eingefallen. 


6 Dessert: Mousse au Chocolate

Die Mousse sollte am Vortag zubereitet werden

Für vier bis sechs Portionen benötige ich:

200 g Bitterschokolade mit mindestens 50% Kakaoanteil (Ich verwendete eine mit 80 % Kakaoanteil, da musste ich noch eine geringe Menge Zucker zugeben)

3 Eier, Größe L, möglichst nicht älter als zehn Tage (hier auf dem Dorf kein Problem)

250 ml Schlagsahne, geschlagen und kühl gestellt.

Die Eier trennen, das Eiweiß zu Eischnee schlagen und kalt stellen

Die Schokolade in Stücke teilen und im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Darauf achten, dass kein heißes Wasser in die Schokolade schwappt. Die Eigelbe schaumig schlagen und die lauwarme Schokoladenmasse zügig da hinein rühren. Als nächstes wird die steif geschlagene Sahne darunter gehoben, dann der Eischnee. Nicht zu stark rühren, sondern nur vorsichtig vermischen. Die fertige Mousse über Nacht abgedeckt kühl stellen.

Samstag, 2. November 2024

HerbstLese: Pan Matti Dora - Oktoberschatten

 



Oktoberschatten

Golden quillt über das warme Herz
im blauen Schatten einer Kastanie,
die noch einmal blüht - jetzt im Herbst -
und gleichzeitig ihr Laub abwirft.

Eine silberne Locke kitzelt die heiße Stirn
im lauen Oktoberwind.
Sehnsüchtig schweift inwendig der Blick
in vergangenes Sommerglück zurück.

Kühl streift die Dämmerung
die Haut des Gesichts.
Die kurzen Tage nähern sich.
Dem weit entfernten Wanderer,
der einsam seinen Hunger auf Abenteuer stillt,
der vergebliche Gedanke gilt.


Pan Matti Dora, das ist Sabine Rahe, Autorin aus Berlin. 

Autorinnenportrait,  Website Die Dorettes

Sprecher: Dingefinder Jörg Krüger, Musik ebenso, Querflöte, gespielt in der Klosterkirche Fredelsloh.

Es wurden im Video Bilder verwendet von Vincent van Gogh, Henry Farrer, Peter Carlsen, Bruce Robert Crane, William Arnold Jr. Eyden, Thomas Fernley, Jervis Mc Entee