Freitag, 12. Mai 2017

Weder "Rose" noch "Weide": Weidenröschen



Wilde Küche im Frühjahr: Junge Triebe vom schmalblättrigen Weidenröschen (Epilobium angustifolium) wie Grünspargel zubereitet: Viel (!) Olivenöl in einen Bräter, dazu Rosmarin, Knoblauch und Zitronenscheiben, salzen, und im geschlossenem Topf im Ofen bei 180° ca. eine halbe Stunde garen. Dazu Baguette, undbedingt lecker!

Das Weidenröschen ist weder eine Rose, es gehört zu den Nachtkerzengewächsen, noch wächst es auf Weiden, sondern eher an Waldrändern und auf Waldlichtungen (oft Erstbesiedler nach Kahlschlägen). Die "Weide" im Namen bezieht sich auf die Blätter, welche den Blättern der Weide ähnlich sind. 

Der Pflanze werden allerlei Heilwirkungen zugeschrieben, besonders bei Prostatproblemen. Die jungen Triebe schmecken roh leicht säuerlich und ergeben ein spargelähnliches Gemüse. In der obigen Zubereitung ein echter Genuss. Doch in Kürze sind die Triebe lang unnd begonnen zu verholzen. Also jetzt wäre einmal die rechte Zeit, sie zu sammeln. . .

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