Die
kleinen Reimereien und Ungereimtheiten unter dem Titel „Aus dem
Tierleben“ fanden sich das erste Mal in einer unserer Textrevuen.
Nicht zuletzt durch das Auftauchen in einem Internetforum hat das
„Aus dem Tierleben“, diese Arche des Ungewöhnlichen bis Albernen
ein (un)heimliches Eigenleben begonnen.
Mit
einem Male zeigte sich in unserem Zoo ein Wimmeln, von überall her
kamen Viecher gekrochen, gehüpft, gesprungen, gekrabbelt, geflogen.
So entschlossen wir uns, eine eigene „tierische“ Textrevue
herauszugeben. Hier sind einige Gedichte daraus. Viel Spaß.
Dingefinder & Sohn
Eine
Schnecke und ein Schneckerich,
die liebten sich ganz
inniglich.
Oder waren es Schneckerich und Schnecke?
So richtig
wussten sie das nicht. . .
Als Zwitterwesen gerieten sie in
Streit,
wer den nun Schnecke und wer -erich wäre. . .
und
tragisch endet die Geschicht,
die Liebe lief ins Leere. . .
Ein
Regenwurm
ließ sich in echter Eigenliebe
zweiteilen.
Nun
kann er voller Liebesglück
bei sich selbst
verweilen.
.
. . und wenn er sich vierteilen tut, der Bub,
reichts gleich für
´nen ganzen Swingerclub. . .
Ein
Maulwurf,
der kein Maul mehr wirft
und nicht nach tief´ren
Dingen schürft,
der hat,
das sei hier nicht
verhehlt,
ganz einfach
seinen
Job verfehlt.
Die
Blaumeise,
diese Schlaumeise,
sagt dazu nur:
Tieferschürfen
ist
wider
meiner Natur!