Dienstag, 28. April 2026

Das ZWAR-Menü vom März

 

Jeden letzten Mittwoch im Monat treffen sich die Köchinnen und Köche der Gruppe ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) zum Kochen in der Küche der Alten Schule Fredelsloh. Beim letzten Treffen im März standen auf dem Speisenplan:

Vorsuppe: Gründonnerstagsuppe „Sieben Stärken“

2 Kg Pastinaken

ein Bund Suppengrün (Sellerie, Petersilienwurzel, Lauch)

Salz

Als Kräuter nahmen wir Wiesenkerbel, Sauerampfer, Barbarakraut (Winterkresse), Knoblauchrauke, Giersch und Sprossenkohl, jeweils etwa zwei Handvoll (vom Sauerampfer leider weniger, da er dieses Jahr noch nicht so weit war).

Die Pastinaken schälen und grob würfeln, ebenso den Sellerie, die Petersilienwurzel und die Möhren aus dem Bund Suppengrün. Den Lauch in Ringe schneiden. Zuerst den Lauch in Öl andünsten dann das Wurzelgemüse. Mit heißem Wasser ablöschen und aufgießen, bis das Gemüse etwa zwei Fingerbreit bedeckt ist, salzen. Wenn das Gemüse weich bekommt der Pürrierstab seinen Auftritt. Wenn die Suppe nach dem Pürrieren zu breiig ist, noch etwas Wasser nachgeben.

Den Wiesenkerbel, den Giersch und den Sauerampfer feingeschnitten dazu geben und eine Weile mitziehen lassen. In vorgewärmte Teller geben. Barbarakraut, Knoblauchrauke und den Sprossenkohl fein Hacken und zum Servieren über die Suppe streuen. Sie sollten nicht mit ziehen oder gar kochen, da der Geschmack sonst sehr schnell bitter wird. Wir bekamen den Sprossenkohl von unserem Gemüsehändler, nach seiner Auskunft war er von abgeernten roten Rosenkohlpflanzen. Wenn er von Grünkohlpflanzen kommen würde, wäre er wesentlich milder, und könnte mit dem Giersch etc. beigegeben werden.


Auf Wunsch gab es Frikadellen, und wir hatten uns Frikadellenvariationen erarbeitet. Das Grundrezept blieb dabei immer gleich:

500 g Hackfleisch (Halb und halb oder Rind)

1 Brötchen altbacken

1 Ei

1 Zwiebel

Salz, Pfeffer

Das Brötchen in Wasser einweichen (Es ließe sich dafür auch Milch nehmen). Wenn es richtig vollgesogen ist, aus dem Wasser nehmen und so lange auspressen, bis es nur noch etwas feucht ist. Dann zu dem Hackfleisch, dem Ei und den Zwiebeln geben, würzen und gut vermengen. Die Zwiebeln wurden vorher angebraten.

Zu der orientalischen Variante (aus Rinderhack) kam noch hinzu:

1 Handvoll getrocknete Aprikosen

3 EL Mandeln gehackt

1 Bund Petersilie glatt

2 Zehen Knoblauch

1 EL Senf

Zimt, gemahlen

Muskat

Kreuzkümmel

Koriander

Olivenöl

Von der Petersilie die Blätter abzupfen und fein hacken. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Aprikosen (oder Datteln bzw. Feigen) ebenfalls klein schneiden. Den Knoblauch schälen, klein schneiden oder pressen.

Alle Zutaten - bis auf das Olivenöl – mit der Grundmasse verarbeiten. Mit den Gewürzen abschmecken. Aus dem Fleischteig Hackfleischbällchen oder Frikadellen formen und in der Pfanne im erhitzten Olivenöl bei mittlerer Hitze braten. Wir hatten an diesem Tag die Frikadellen im Ofen gegart, weil es so viele waren.

Kleiner Tipp: Koriander und Kreuzkümmel sollten für das orientalische Aroma auf jeden Fall verwendet werden. Mit dem Kreuzkümmel allerdings vorsichtig umgehen, da er sehr intensiv schmeckt. Das Zimt gibt dem Ganzen ein unvergleichliches Aroma, während man die Muskatnuss auch weglassen kann, wenn man den Geschmack nicht mag.

In unserer Variante wurde beim Abschmecken noch etwas Dattelsirup hinzu gefügt.

Würzige Kapern-Hackbällchen: Dafür kommt zu der Grundmasse hinzu.

2 EL Kapern gehackt

Senf mittelscharf

1 Knoblauchzehe

Schwarze Oliven (Kalamata) (entsteint und gehackt)

Getrocknete Tomaten in Öl (in feine Würfel geschnitten)

Auch hier sind wir beim Abschmecken vom Grundrezept abgewichen, und es wurde noch Akazienhonig zum abrunden hinzu gefügt und eine mediterane Kräuttermischung (getrocknet), bestehend aus Oregano, Rosmarin, Thymian und Majoran.

Zuguterletzt entwarfen wir noch Bärlauchfrikadellen, da kam zur Grundmasse noch eine gute Menge feingehackter frischer Bärlauch hinzu. Ein Fazit unserer Versuche: Alle Variationen waren lecker, doch hätten alle etwas stärker gewürzt sein können. Also: Nicht zu zaghaft beim Würzen!

Dazu reichten wir einen lauwarmen Kartoffelsalat:

750 g festkochende Kartoffeln (wir hatten die Sorte Belana), kurz in Salzwasser garen und noch warm pellen und in nicht zu dünne Scheiben schneiden (Würfel von etwa einem Zentimeter gingen auch).

Eine Tasse Brühe, es ginge sowohl Fleischbrühe als auch Gemüsebrühe, wir nahmen letztere, frisch zubereitet.

125 g durchwachsenen Speck, in feine Würfel geschnitten und in etwas Öl ausgebraten.

Aus zwei EL Essig, der Brühe, zwei EL Öl und Salz und Pfeffer eine Salatsauce rühren und mit den Kartoffeln mischen, zum Schluss den Speck mit dem Öl untermischen. Noch lauwarm servieren. Es ließe sich noch ein Bund glatte Petersilie, feingehackt, mit untermischen. Diese Menge reicht für vier Personen, wir waren zu acht und nahmen dementsprechend mehr.

Als Dessert gab es Veilchenblüteneis. Das Rezept findet Ihr hier:

Veilchenblüteneis (und eingelegte Rettiche)

wobei wir es etwas abgewandelt haben, indem wir dem Veilchensirup Geliermittel zugefügt haben (Apfelpektin), durch das Gelee wird das Eis cremiger.

Dienstag, 14. April 2026

Texte und Töne in Fredelsloh am 8. Mai 2026

 


Texte und Töne in Fredelsloh

Freitag 8. Mai 2026 19:30 Uhr im

Herbst-Hof Fredelsloh

Jeden zweiten Freitag im Monat findet ab Mai im Herbst-Hof in Fredelsloh die Veranstaltung „Texte und Töne in Fredelsloh“ statt. Beginn jeweils um 19:30 Uhr. Bis etwa 21:00 Uhr gibt es ein Programm mit eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, nach Abschluss des Programms und einer Pause ist die Bühne offen für Texte und Töne. Das Ende ist ebenso offen wie die Bühne. Ob Gedichtvortrag, Liedervortrag, gemeinsames Musizieren mit akustischen Instrumenten (eine Gesangsanlage ist vorhanden), alles ist erlaubt und erwünscht. Für das leibliche Wohl sorgt die Wilde Sollingküche mit einem veganen Imbiss.

Das Programm für den 8. Mai: Jörg Krüger (Fredelsloh) trägt Gedichte der „Verbrannten Dichterinnen und Dichter“ vor, im Gedenken an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933. Es werden Werke von Kurt Finkenstein, Jura Soyfer, Selma Merbaum, Gertrud Kolmar und anderen vorgestellt. Des weiteren sind dabei Judith Zahn-Dahlen (Fredelsloh) mit Liedern unter anderem von Klaus der Geiger; Ines Dahlen (Fredelsloh) mit Liedern und Gedichten und Gereon Schoplick (Bad Wildungen), Gitarre solo. Im Anschluss ist die Bühne offen. Der Eintritt ist frei, Spende wäre nett. 

Kontakt und weitere Information: Jörg Krüger; Tel. 05555 / 522 oder per Mail dingefinder@gmx.de

Veranstalter: Bildungswerk Leben und Umwelt e. V., Alte Schule Fredelsloh



Donnerstag, 9. April 2026

11. 4. 2026: Die Wilde Sollingküche lädt ein - So schmeckt der Frühling

 

Die Wilde Sollingküche lädt ein:

So schmeckt der Frühling“

Eine kulinarische Frühlingserkundung in fünf Gängen


Samstag 11. April 2026, 18:00 Uhr

Herbst-Hof, Fredelsloh Deichstraße 18


Wir sind eine Gruppe von Kochbegeisterten, die sich seit März 2025 alle zwei Wochen Freitags in der Küche in der Alten Schule Fredelsloh trifft. Wir erkunden seitdem, was sich mit den Gaben der Natur der Sollingwälder und -wiesen Köstliches zubereiten lässt.

Am 11. April laden wir Euch herzlich ein zu erkunden, wie der Frühling im Solling schmeckt. Wir haben vielerlei ausprobiert, so dass wir ein fünfgängiges wald- und wieseninspiriertes Menü anbieten können. Geschichten zu den Gerichten werden Ihnen zwischen den Gängen auf unterhaltsame Weise serviert. Die musikalische Umrahmung übernehmen Die Morrigans mit Irish Folk.

Für die Deckung der Kosten freuen wir uns über eine großzügige Spende. Wenn etwas übrig bleibt, finanzieren wir davon Projekte der Alten Schule Fredelsloh.

Eine verbindliche Anmeldung bis zum 2. 4. ist notwendig, entweder per Mail an dingefinder@gmx.de oder telefonisch unter 05555 / 522 (AB Alte Schule). Wir bieten auch eine vegane Variante unseres Menüs an. Wenn diese erwünscht ist, bitte mitteilen.

Veranstalter:

Wilde Sollingküche im Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V.,

Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen