Posts mit dem Label Bremen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bremen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 26. September 2013

Mauerwerke (. . . und ein neues Dingefinderrätsel)



Käuzchen, Käuzchen,
leise, leise
fliegst du des nachts
auf Mäusejagd,
fängst die Mäuschen
auf deine leise Weise
und schläfst wieder ein,
wenn es am Ende tagt.






Der Mauerhahn,
der ist kein Auerhahn,
er kräht nicht,
er steht nicht,
ihn gibt’s nur als Relief.

Und doch ist er hier im Garten
wider Erwarten
der designierte Chef.



Und hier das neue Dingefinderrätsel: Wo in Bremen befinden sich die beiden Tierchen, durch welche meine Mauerwerke inspiriert worden sind? Wie immer gibt es eine von Dingefinders Literarischen Wundertüten für die erste richtige Verortung. Der Ausweg ist wie immer rechtsgeschlossen. 

Wundertüte? Guckst du hier:

Mittwoch, 12. Juni 2013

Neues Dingefinderrätsel: Um welche Pflanze handelt es sich hier?

Bei meinem Spaziergang im Botanischen Garten Bremen am Samstag bin ich auf folgende merkwürdige Hülsen im Gras unter einem Baum gestoßen:


Schön zum Basteln dachte ich mir. Dann schaute ich nach oben, um heraus zu finden, woher die kommen:

 










In diese Schuppenblätter war eine solche große Knospe gehüllt. Die Schuppen haben übtigens in etwa die Größe eines Fünfmarkstückes (wer kennt die noch?). Welcher Baum ist das?


Übrigens: Folgendes Schild war am Samstag gottlob endlich überflüssig:



Wie versprochen jetzt ein Foto von der Blüte:



Und hier der Name: Magnolia hypoleuca, und, wie ich gelernt habe: syn. M. obovata


Dank an alle, die mitgeraten haben.

Mauerritzenexkursion

Als ich gestern einmal wieder am Straßenbahndepot in Gröpelingen vorbei kam und den Bewuchs unterhalb eines Lichtmastes sah, musste ich unweigerlich schmunzeln. Um den Stahlmast herum hatte sich ein wunderhübscher kleiner Garten gebildet, es wachsen dort der blaublühende Natternkopf, die gelbblühende wilde Rauke, der Rotklee zusammen mit anderen Pflanzen in trauter Eintracht. 

Was mich bei dem Anblick schmunzeln ließ war die Erinnerung an eine "Mauerritzenexkursion", wie ich sie nannte, und die ich vor Jahren für die VHS Bremen veranstaltete. Es ging darum, einmal zu schauen, was sich so in Fugenspalten, auf Abbruchmauern und in Mauerritzen alles so an Pflanzen ansammelt. Treffpunkt war die Endhaltestelle Gröpelingen, besagtes Depot. Als wir uns dort trafen, zwölf Personen, wurden wir als erstes unterhalb eines Lichtmastes eben eine ähnliche Zusammenstellung wie oben gewahr. Nur, dass da statt des Natternkopfes eine prächtige violett blühende Phönizische Königskerze wuchs.

Da standen nun zwölf Menschen um einen Peitschenmast mitten zwischen den an- und abfahrenden Straßenbahnen und schauten konzentriert nach auf den Boden. Die erstaunten Gesichter der Fahrgäste in den Bahnen waren köstlich. Noch Jahre später traf ich die eine oder den anderen Teilnehmer dieser Exlursion, und wir mussten bei der Erinnerung immer noch lächeln.

Finden taten wir dann im Voranschreiten einiges: Andenbeere und Tomate, wohl aus herabgefallenen Früchten gekeimt, Hirse, die sicher aus Vogelfutter stammte, auf der Mauer eines Fabrikgebäudes wuchs eine fruchtende Johannisbeere. Die machte ihrer Familienzugehörigkeit zu den Steinbrechgewächsen alle Ehre.

Lernen konnten wir, dass viele unserer Nahrungspflanzen eigentlich Kulturfolger sind, Ruderalpflanzen, die gerne in der Nähe menschlicher Siedlungen wachsen und sich zur Weiterzüchtung geradezu anbieten. "Kürbisblüten auf dem Abfallhaufen  -  Anfang der Gärten" nennt es lapidar der amerikanische Dichter Gary Snyder. 


Um einen weiteren Lichtmast gestern dann noch folgendes Bild: Mäusegerste und Rotklee in trauter Eintracht, so, als hätte der unbekannte Sämann in einem Buch für ackergerechte Mischkultur gelesen. Man kann an den Pflanzenzusammenstellungen solch kleiner Zufallsgärten einiges lernen. Oft ist es eine ausgeglichene Mischung aus Gräsern und Zweikeimblättrigen, von letzteren immer auch Leguminosen wie der Klee, welche Stickstoff aus der Luft sammeln. Das wäre dann wiederum die Blaupause für die indianischen Beete der "drei Schwestern": Mais, Bohnen und Kürbisse.

Ich denke, dass diese Dreiteiligkeit Sinn macht, sind doch unsere Gemüsegärten eine Art Kunststeppe. Da hat wohl jedes Element eine gewisse Bedeutung im Gefüge und im Aufbau der Fruchtbarkeit. Unbewusst wird das ja nachgeahmt durch Mulchen mit Stroh: Da werden Mineralien, welche Getreide, sprich: Gräser, sammeln, dem Boden wieder zu gefügt. Wenn ich die Geschehnisse in ihrer Geamtheit betrachte, nicht die einzelnen Pflanzenarten jede für sich, dann komme ich den Geheimnissen des Gartens gewiss näher. Der Garten ist ein Organismus und jedes seiner Bestandteile hat eine oder mehrere Funktionen. 

Ich selber habe durch die Beobachtungen von Pflanzengesellschaften an Naturstandorten viel gelernt im Bezug auf Mischkulturen im Garten. Und dieses Jahr werde ich in meinem Gemüsegarten wieder Gräser ansiedeln. Wintergetreide, Roggen und vielleicht auch Weizen, welche ich nach der Getreideumpflanzmethode kultiviere. Dazu später mehr. 


Den Natternkopf Echium vulgare mit seinem klarem Blau hatte ich übrigens schon einmal kultiviert, und auch in Tontöpfen als Zierpflanze auf dem Markt verkauft. Eine Kundin "beschwerte" sich augenzwinkernd noch Jahre später darüber, was für ein zählebiges Unkraut sie sich damit in den Garten geholt hätte. Die Wurzeln trieben immer wieder aus, und dann versamte der sich auch. Gut, bei mir im jetzigen Garten wird er wohl nicht fortkommen, denn schweren, nassen Lehmboden mag er gar nicht. Es wird also Zeit für ein Schuttbeet hier, um ihn zusammen mit Klatschmohn, Kamille, Johanniskraut, Odermennig und anderen Steppenbewohnern anzusiedeln. Die hübschen blauen Blüten sammle ich gerne für meinen Tee der Landschaft und der Jahreszeiten. Sie geben der Mischung farblich eine ansprechende Note.

Sonntag, 9. Juni 2013

Besuch im Botanischen Garten Bremen

Diptam, weißblühend. Im Hintergrund die rosablühende Form
Gestern einmal wieder ein Besuch im Botanischen Garten Bremen, der erste dieses Jahr. Ich streife dort gerne durch die gut sortierte Heilkräuterabteilung, in welcher ich früher auch regelmäßig Kräuterführungen angeboten hatte. Diese mache ich jetzt ja als Wanderungen in der Waller Feldmark.

Wenn man einen Garten wie diesen über Jahre hinaus regelmäßig besucht, dann gewinnt man eine gewisse Vertrautheit, es ist ein bisschen wie Heimkommen. Und es gibt bestimmte Lieblingsorte und -pflanzen, welche man gerne wieder und wieder ansteuert. 

Eine dieser Pflanzen im Bremer Botanischen Garten ist für mich unbestreitbar der Diptam, Dictamnus albus. Diese langlebige, heimische, aber seltene Staude ist für mich immer ein besonderer Genuss. Ich mag den Duft dieser Pflanze, etwas herbe, balsamisch, entfernt an Zitronen erinnernd (Auch der Diptam ist ein Rautengewächs, genau wie die Citrus-Arten).

Bei leichter Berührung der Blätter oder vor allen der grünen Samenstände bleibt dieser Duft lange haften. Es sei nicht unerwähnt, dass viele Menschen auf die Berührung von Diptam mit Sonnenbrand an der Stelle der Berührung reagieren, denn Diptam photosensibilisiert die Haut. 

Im Botanischen Garten in Bremen steht sowohl die "normale" rosablühende Form, als auch ein weiß blühender.

Manches muss ich mir leider zur Zeit noch im Botansichen Garten anschauen, da ich bei mir im Garten noch nicht so weit bin. Dazu zählen zwei Schirmblüter. Das eine ist der Fenschel, den ich bei mir dieses Jahr noch aussäen möchte. Ich meine damit den Gewürzfenchel, und nicht den leckeren Knollenfenchel. Der Gewürzfenchel ist eine zweijährige Pflanze, das heißt, sie bildet im ersten Jahr der Aussaat eine Rosette von filigranen saftiggrünen duftenden Blättern, um im zweiten Jahr aufzustängeln, zu blühen und zu fruchten. 

Die frischen jungen Blätter sind eine gute Salatbeigabe, die ich gerne zur Hand habe. Fenchelgrün passt auch hervorragend zu gedünsteter Roter Bete, sowohl vom Geschmack her als auch von der Farbe. Wenn die Pflanze im zweiten Jahr Blütentriebe treibt, können diese bis zu 1,80 Meter hoch werden. Die Blüten haben eine grüngelbe Färbung, nach dem Blühen bilden sich die bekannten Fenchelsamen aus, welche, leicht im Mörser gequetscht, den Fencheltee ergeben.

Der Geruch von Fencheltee ist für mich unmittelbar mit den ersten Monaten des Erdenseins meines Sohnes verbunden. Fencheltee regt die Milchbildung an, und so war es meine Aufgabe, jeden morgen eine große Kanne davon zu zu bereiten. Solche olfaktorischen Erlebnisse prägen.

Nach dem Reifen der Samen trocknen die hohlen Blütenstängel ein. Auch diese werden noch in der Küche gebraucht. Für Fisch. Ich kann Olivenöl in einen schweren Bräter geben, nicht zu knapp, und Zitronenscheiben, und dann einige gute Handvoll der Fenchelstängel. Darauf wird dann der ausgenommene Fisch gelegt, Deckel darauf und gedünstet. Das schmeckt nach Urlaub und sehr lecker.  

Auf meiner Wunschliste für mein Kräuterbeet ganz oben steht auch der Bärwurz, Meum athamanticum. Die feinen Blätter dieser Pflanze haben ein deutliches Liebstöckel-Aroma, doch mit feineren Beinoten und nicht so penetrant wie beim "Maggikraut". Für mich die angenehmere Variante. Diese alpine Pflanze benötigt bei uns eine gute Drainage. Sie wächst auf eher saurem Boden. Wenn ihr die Bedingungen zusagen, kann sie sehr langlebig sein. In Bayern gibt es Bärwurzschnaps. Ich gestehe, mir reichte ein einmaliges Probieren dieser Spezialität, um einzusehen, dass ich doch lieber die grünen Blätter zum Würzen des einen oder anderem Gerichtes benutze.


Freitag, 17. Mai 2013

Bremen: Impressionen aus Fockes Garten

Gestern einmal wieder in Fockes Garten vorbeigekommen, diesem Kleinod unterhalb der Stephanibrücke, eingekeilt zwischen Schnellstraße und Eisenbahn.

Noch blüht sie, die winterharte dreiblättrige Orange, manchmal auch Bitterorange genannt, Poncirus trifoliata. Mit der echten Bitterorange hat diese Art nichts zu tun, und es wird behauptet, die Früchte seien zu nichts nütze. Ich habe mir trotzdem einmal Zesten von diesen Früchten und das mager vorhandene Fruchtfleisch normaler Orangenmarmelade bei zu fügen. Es wurde eine sehr herbe doch ungewöhnliche Geschmacksnuance.

Die Pimpernuss oder Klappernuss, Staphylea pinnata, ein einheimischer Strauch, der meines Erachtens zu wenig gepflanzt wird. Die schönen Blüten haben einen ganz eigenen Duft, der mich an Kokosnuss erinnert. Die blasigen Früchte haben im Inneren kleine Nüsse, die essbar sein sollen. Habe ich jedoch noch nie ausprobiert, da sie mir sehr hart erschienen.




Auch das gibt es in Fockes Garten zu entdecken: Allerlei Getier

 








Dienstag, 3. Januar 2012

Ein Dingefinderrätsel



Wo hängt in Bremen dieses Schild? Alle Einsenderinnen und Einsender erhalten eine Literarische Wundertüte vom Dingefinder!

. . .und wer eine Überzeugende Antwort auf die Frage weiß, was dieses Schild bedeutet, erhält eine weitere!