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Dienstag, 30. Juni 2026

Die Wilde Sollingküche: Sommerpause, aber nur bedingt

 


Die Wilde Sollingküche: Sommerpause, aber nur bedingt

Die Wilde Sollingküche geht in die Sommerpause, was Veranstaltungen betrifft. Also für Juli und August keine Kräuterspaziergänge, der nächste ist am Sonntag, dem 6. September. Auch die Veranstaltungsreihe Texte und Töne in Fredelsloh pausiert, die immer jeden zweiten Freitag im Monat im Herbst-Hof in Fredelsloh stattfindet, und die wir mit einem veganen Buffet unterstützen. Diese Reihe startet nach der Sommerpause wieder am 11. September.

Doch unsere Treffen alle zwei Wochen am Freitag in der Alten Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, werden fortgeführt. Wir finden uns um 17:00 Uhr dort ein, wer möchte, kann auch schon um 15:00 Uhr erscheinen. Also am 10. und 24. Juli, und dann wieder am 7. und 21. August. An diesen Tagen sammeln wir Kräuter, Früchte, Pilze und Rezepte. Wir tauschen uns aus und kochen zusammen, immer auch mit wilden Zutaten aus dem Solling. Wir sind eine Gruppe von Kochbegeisterten von zur Zeit sieben Personen. Wer dazu kommen möchte: Herzlich willkommen, entweder einfach vorbeischauen an den genannten Terminen oder sich anmelden unter Mail: dingefinder@gmx.de oder Telefon 05555 / 522 (AB Alte Schule).

Zur Zeit ist Erntezeit, es locken Walderdbeeren und Waldhimbeeren; Mädesüß blüht und kann verarbeitet werden, und wer die Chance haben möchte, einem Eichhasen zu begegnen, dem ist zur Zeit vielleicht das Jagdglück hold. Der Eichhase oder auch Ästiger Büschelporling (Polyporus umbellatus) ist ein büschelig wachsender Pilz aus der Gattung der Stielporlinge, der zwar nicht häufig ist, doch wenn er zu finden ist (er wächst jedes Jahr wieder an der gleichen Stelle ab Mitte Juni), dann lohnt es sich auch. Wir hatten schon Büschel, die drei Kilo auf die Waage brachten. Es sind immer viele kleine Pilzhüte, die einem Strunk entwachsen. Geschmacklich ist er sehr gut, und er lässt sich gut trocknen und zu Pilzwürzpulver vermahlen, oder zu Pilzextrakt weiter verarbeiten.

Doch auch zu den Walderdbeeren lohnt es sich hinunter zu beugen. Es müssen ja nicht immer riesige Mengen sein, die verarbeitet werden. Sicher, für ein, zwei Pfund braucht man einige Zeit, doch das Aroma von Fruchtmus, aus Walderdbeeren zubereitet, ist unvergleichlich. Dazu zuckern wie die kleinen Kullerchen ein und lassen sie über Nacht ziehen. Am nächsten Tag aufkochen, pürieren, mit Apfelpektin versetzen, noch einmal drei Minuten köcheln lassen, und dann heiß abfüllen in sterilisierte Gläser. Wer noch ein paar Blütenblätter von gut duftenden Rosen auftreiben kann, gerne mit einzuckern und aufkochen, vor dem pürieren aber entfernen. Das gibt eine feine Extranote.

Da bei den Veranstaltungen der Reihe Texte und Töne in Fredelsloh auch immer Gedichte rezitiert werden, hier noch ein kleines Beerenwerk:

Sommergeflüster

Beere Brom
sagte zu Beere Him:
"Wenn ich
in den Himmel komm,
dann sing ich
all die frommen Lieder
und komm
als Erdbeere wieder!"

Sagte Beere Him
zu Beere Brom:
"Du weißt,
dass es Himmel
und nicht Brommel heißt!"

Veranstalter ist das Bildungswerk Leben und Umwelt e. V.. Alte Schule Fredelsloh, auf dem Foto sind unsere beiden Maskottchen der Wilden Sollingküche zu sehen, Peter Pateter und die Wald-Lilli, diesmal in den Walderdbeeren, eine Filzarbeit von Judith Zahn-Dahlen aus Fredelsloh. Das kleine Gedicht ist von mir.



Samstag, 6. Juni 2026

Texte und Töne in Fredelsloh, Freitag, 12. Juni 2026, 19:30 Uhr im Herbst-Hof in Fredelsloh

 


Texte und Töne in Fredelsloh, Freitag, 12. Juni 2026,

19:30 Uhr im Herbst-Hof in Fredelsloh

Jeden zweiten Freitag im Monat findet ab Mai im Herbst-Hof in Fredelsloh, Deichstraße 18, die Veranstaltung „Texte und Töne in Fredelsloh“ statt. Beginn jeweils um 19:30 Uhr. Bis etwa 21:00 Uhr gibt es ein Programm mit eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, nach Abschluss des Programms und einer Pause ist die Bühne offen für Texte und Töne. Das Ende ist ebenso offen wie die Bühne. Für das leibliche Wohl sorgt die Wilde Sollingküche mit einem veganen Imbiss.

Am 12. Juni haben wir als Gast die Lyrikerin Miriam Brümmer eingeladen. Die Dichterin, Jahrgang 1968, ist in Göttingen geboren und lebt jetzt in Freiburg. Sie kommt aus einer Schauspielerfamilie (Claus Eberth von den Münchner Kammerspielen war ihr Onkel.) So war sie früh vertraut mit Theaterliteratur, griechischer Mythologie und im Besonderen durch ihre Großmutter, die viel Gedichte mit ihr gelesen hat und selbst Lyrik schrieb, auch mit Lyrik, die sie, auf diesem Hintergrund schon in früher Jugend selbst zu schreiben begonnen hat und seither schreibt. Im Sommer 2025 ist ihr Debüt „Aus der Nacht“ im Geest-Verlag erschienen.

Des weiteren sind dabei Judith Zahn-Dahlen (Fredesloh) mit Liedern, Ines Dahlen und Jörg Krüger (beide Fredelsloh) mit eigenen Liedern und Gedichten. Im Anschluss ist die Bühne offen, der Eintritt ist frei, eine Spende wäre nett.

Kontakt und weitere Information: Jörg Krüger; Tel. 05555 / 522 (AB Alte Schule) oder per Mail dingefinder@gmx.de

Veranstalter: Bildungswerk Leben und Umwelt e. V., Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4


Klang und Sinn - Konzert am 28. Juni 2026 18:00 Uhr in der Klosterkirche Fredelsloh

 


Klang und Sinn - Konzert am 28. Juni 2026 18:00 Uhr in der Klosterkirche Fredelsloh

Leitung Wolf Friedrich Merx & Ensemble Klang und Stille

Im Anschluss ein Buffet der Wilden Sollingküche im Herbst-Hof, Deichstraße 18

Ihnen allen wie Freunden begegnen, den vielen mir ganz unbekannten Menschen, das verlernen wir gerade. In einer Zeit, in der die Dimension des Spirituellen mehr und mehr verloren geht und Religionen und Kulturen immer häufiger gegeneinander in Stellung gebracht werden, wollen wir an diesem Abend das Verbindende wertschätzen, aus dem Reichtum der Religionen und Kulturen der Welt schöpfen und in der Atmosphäre der wunderbaren Klosterkirche in Fredelsloh dazu Klänge (er)finden, Texte in Klänge einhüllen, in uns hineinhören und dann selbst schöpferisch tätig werden und dabei ein wenig „hinausdenken über die sichtbaren Dinge“

Zeitgleich ist die Klosterkirche mit großformatigen Bildern der Ausstellung „Astrowolken“ geschmückt. Arndt Wolkenhauer stellt Fotos aus, die er mittels seiner kleinen Sternwarte im Garten erstellt hat. Er schreibt dazu: „Die Faszination des Nachthimmels liegt für mich gerade darin, dass wir mit bloßem Auge nur einen keinen Teil dessen sehen, was eigentlich da ist“.

Zur kulinarischen Abrundung dieser musikalisch-spirituellen Reise lädt die Wilde Sollingküche im Anschluss an „Klang und Sinn“ ein zu einem Buffet im Herbst-Hof in Fredelsloh, einem sinnlichen Genuss der ganz besonderen Art. Auch diesen haben wir vor musikalisch zu begleiten. Zur Deckung der Kosten werden wir einen Spendenkorb aufstellen.

Ich selber bin in zweierlei Hinsicht daran beteiligt, zum einen mit Judith Zahn - Dahlen als Musiker, zum anderen als Mitglied der Wilden Sollingküche.

Dienstag, 5. Mai 2026

Tanz der Farben - Neue Bilder im Café Klett in Fredelsloh

 


Neue Bilder im Café der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh!

Vom 4. Mai bis 14. Juni 2026 präsentiert Albert Bührmann alias Albi Aquarell / DJ Albi, Göttingen seine zauberhaften, zum träumen und spazieren gehen einladenden Aquarelle in Fredelsloh im Café Klett.

Am Sonntag den 10.Mai um 17.30 Uhr findet die Vernissage zu der Ausstellung „Tanz der Farben“ statt! Begleitet von Tony Coeurjoly (Gitarrist im Trio Sonoir) freuen wir uns, Interessierte zum Gespräch mit dem Künstler und Betrachten der Bilder, einzuladen.

Die Ausstellung ist täglich von 13-18 Uhr geöffnet.

Sonntag, 3. Mai 2026

Kräuterspaziergänge 17. Mai und 21. Juni 2026

 


Die Wilde Sollingküche lädt ein: Kräuterspaziergang jeweils am 17. Mai und am 21. Juni 2026

Kräuter für die Küche und Hausapotheke

Der Mai ist gekommen und mit ihm der Waldmeister als Bestandteil der klassischen Maibowle. Das wirft die Frage auf, ob am 17. Mai, wenn unser Kräuterspaziergang stattfindet, der Waldmeister noch gesammelt werden sollte. Es heißt ja oft, dass er, wenn er blüht, nicht mehr genutzt werden solle, ja sogar, dass er dann giftig wäre. Und blühen tut er jetzt schon an exponierten Stellen am 1. Mai, an dem ich dieses schreibe.

In manchen Jahren blüht der Waldmeister mit einer Geschwindigkeit auf, dass es fast unmöglich ist, nichtblühende Triebe zu sammeln. Für das Aroma, welches wir lieben, sind die Cumarine zuständig, Der Wirkstoffgehalt ist kurz vor der Blüte am höchsten und schwindet nach dem Blühen recht schnell. Wenn das Frühjahr sehr warm ist, dann fallen Blütenbildung und Cumarinproduktion zusammen. Werden diese Cumarine in zu hohen Dosen eingenommen, kann das zu Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Druckgefühl im Oberbauch führen. Gleichzeitig ist dieser Stoff aber auch für das Aroma zuständig, welches wir so schätzen, und dass die Maibowle so lecker macht. Also sollten wir von den blühenden Pflanzen, beziehungsweise von den kurz vor der Blüte stehenden Pflanzen mit Knospen dementsprechend weniger nehmen, um den gleichen aromatisierenden Effekt zu haben. Übrigens sollte der Waldmeister anwelken, um sein volles Aroma zu entfalten, frisch riecht er nach fast nichts.

Auch lässt sich Waldmeister für Sirup sammeln. Dazu zuckern wir die gesammelten Triebe, die in einer Glasschüssel geschichtet werden, lagenweise ein. Auf die letzte Lage legen wir einen Teller, den wir mit einem Stein beschweren, dass die weichen Triebe mit dem Zucker zusammengepresst werden. Das lassen wir dann mindestens 24 Stunden ziehen, etwas länger schadet nicht. Schließlich diese Triebe mit dem Zucker in einem Topf geben und mit Wasser auffüllen, dass sie gut bedeckt sind. Aufkochen lassen, etwas Zitronensaft bei geben, und dann noch etwa drei Minuten köcheln lassen, schließlich abseihen und noch heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen. Fertig.

Diesen Sirup kann man dann jederzeit mit Mineralwasser aufgießen und genießen. Besonders lecker ist das, wenn noch zur Hälfte Apfelsaft dazu kommt. So erhält man auch eine alkoholfreie Maibowle. Wenn der Waldmeister schließlich am Verblühen ist, ist auch die Sammelsaison vorbei, dann nämlich treten die Cumarine zurück und das Kraut schmeckt zunehmend herbe und bitter.

Doch Waldmeister ist nicht das einzige Kraut, welches im Mai zu finden ist. Und später im Jahr, im Juni, hat die Vegetation einen Wechsel vorgenommen. Was dann jeweils zu finden ist für Küche und Hausapotheke, möchten wir ihnen auf unseren Kräuterspaziergängen näher bringen. Jeweils Sonntag 17. Mai und 21. Juni (dem Tag der Sommersonnenwende, an dem wir sicher auch Johanniskraut finden werden). Treffpunkt Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 10:00 Uhr. Um an den Exkursionen teilzunehmen, müssen sie kein Mitglied der Wilden Sollingküche sein. Kinder sind willkommen. Jeweils im Anschluss bereiten wir eine Kleinigkeit (Kräuterquark etc.) aus gesammelten Kräutern zu und verköstigen diese. In die Welt der Kräuter führen Sie ein Jörg Krüger aus Fredelsloh und Jutta Kramer aus Oldenrode. Kosten: Über eine Spende würden wir uns freuen. Bitte auf dem Wetter angemessene Kleidung achten.

Veranstalter: Wilde Sollingküche im Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V., Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen, das Foto zeigt die Maskottchen der Wilden Sollingküche, Peter Pateter und die Waldlilli; eine Filzarbeit von Judith Zahn-Dahlen aus Fredelsloh, inmitten von Waldmeister und anderen Kräutern.


Dienstag, 14. April 2026

Texte und Töne in Fredelsloh am 8. Mai 2026

 


Texte und Töne in Fredelsloh

Freitag 8. Mai 2026 19:30 Uhr im

Herbst-Hof Fredelsloh

Jeden zweiten Freitag im Monat findet ab Mai im Herbst-Hof in Fredelsloh die Veranstaltung „Texte und Töne in Fredelsloh“ statt. Beginn jeweils um 19:30 Uhr. Bis etwa 21:00 Uhr gibt es ein Programm mit eingeladenen Künstlerinnen und Künstlern, nach Abschluss des Programms und einer Pause ist die Bühne offen für Texte und Töne. Das Ende ist ebenso offen wie die Bühne. Ob Gedichtvortrag, Liedervortrag, gemeinsames Musizieren mit akustischen Instrumenten (eine Gesangsanlage ist vorhanden), alles ist erlaubt und erwünscht. Für das leibliche Wohl sorgt die Wilde Sollingküche mit einem veganen Imbiss.

Das Programm für den 8. Mai: Jörg Krüger (Fredelsloh) trägt Gedichte der „Verbrannten Dichterinnen und Dichter“ vor, im Gedenken an die Bücherverbrennung vom 10. Mai 1933. Es werden Werke von Kurt Finkenstein, Jura Soyfer, Selma Merbaum, Gertrud Kolmar und anderen vorgestellt. Des weiteren sind dabei Judith Zahn-Dahlen (Fredelsloh) mit Liedern unter anderem von Klaus der Geiger; Ines Dahlen (Fredelsloh) mit Liedern und Gedichten und Gereon Schoplick (Bad Wildungen), Gitarre solo. Im Anschluss ist die Bühne offen. Der Eintritt ist frei, Spende wäre nett. 

Kontakt und weitere Information: Jörg Krüger; Tel. 05555 / 522 oder per Mail dingefinder@gmx.de

Veranstalter: Bildungswerk Leben und Umwelt e. V., Alte Schule Fredelsloh



Donnerstag, 9. April 2026

11. 4. 2026: Die Wilde Sollingküche lädt ein - So schmeckt der Frühling

 

Die Wilde Sollingküche lädt ein:

So schmeckt der Frühling“

Eine kulinarische Frühlingserkundung in fünf Gängen


Samstag 11. April 2026, 18:00 Uhr

Herbst-Hof, Fredelsloh Deichstraße 18


Wir sind eine Gruppe von Kochbegeisterten, die sich seit März 2025 alle zwei Wochen Freitags in der Küche in der Alten Schule Fredelsloh trifft. Wir erkunden seitdem, was sich mit den Gaben der Natur der Sollingwälder und -wiesen Köstliches zubereiten lässt.

Am 11. April laden wir Euch herzlich ein zu erkunden, wie der Frühling im Solling schmeckt. Wir haben vielerlei ausprobiert, so dass wir ein fünfgängiges wald- und wieseninspiriertes Menü anbieten können. Geschichten zu den Gerichten werden Ihnen zwischen den Gängen auf unterhaltsame Weise serviert. Die musikalische Umrahmung übernehmen Die Morrigans mit Irish Folk.

Für die Deckung der Kosten freuen wir uns über eine großzügige Spende. Wenn etwas übrig bleibt, finanzieren wir davon Projekte der Alten Schule Fredelsloh.

Eine verbindliche Anmeldung bis zum 2. 4. ist notwendig, entweder per Mail an dingefinder@gmx.de oder telefonisch unter 05555 / 522 (AB Alte Schule). Wir bieten auch eine vegane Variante unseres Menüs an. Wenn diese erwünscht ist, bitte mitteilen.

Veranstalter:

Wilde Sollingküche im Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V.,

Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen


Freitag, 27. März 2026

„Sehnsuchtsort Café“ – Malerei von Iris Wilhelm-Hirr im Café Klett

 



Ausstellung „Sehnsuchtsort Café“ – Malerei von Iris Wilhelm-Hirr im Café Klett

Fredelsloh. Vom 22. März bis 3. Mai 2026 zeigt die Galerie im Café Klett in der Kunsttöpferei Klett Fredelsloh die Ausstellung „Sehnsuchtsort Café“ der Künstlerin Iris Wilhelm-Hirr aus Northeim.

Die Serie entstand im Winter und Frühjahr 2021 während der Corona-Pandemie.

In ihren expressiven Bildern zeigt Wilhelm-Hirr Frauen allein im Café – mit einer Tasse in der Hand, den Blick in die Ferne gerichtet.

Die Figuren wirken wartend, vielleicht auf eine Freundin oder einen Geliebten. Doch die Bilder entstanden in einer Zeit, in der Cafés geschlossen waren und Begegnungen plötzlich unmöglich schienen. So wurde das Café zum Symbol eines unerreichbaren Sehnsuchtsortes.

Mit kräftigen Farben und charakteristischen Linien verdichten die Arbeiten Momente von Erinnerung, Sehnsucht und Hoffnung auf Begegnung.

Ausstellungsort:
Kunsttöpferei | Galerie & Café Klett
Kampweg 2
37186 Moringen-Fredelsloh

Öffnungszeiten:
Mo–So 13–18 Uhr

Samstag, 14. März 2026

Sonntag 22. März, Fredelsloh: Kräuterspaziergang mit der Wilden Sollingküche


Am Sonntag, dem 22. März machen wir einen Kräuterspaziergang rund um die Klosterkirche und dem Hainberg. Treffpunkt Alte Schule Fredelsloh, 10:00 Uhr, im Anschluss bereiten wir einen kleinen Imbiss mit gesammelten Kräutern. Gäste sind herzlich willkommen, Kinder ebenso. Für die fachliche Begleitung bin ich zuständig. Wer mich (noch) nicht kennt: Gärtner, Pädagoge, Dichter; ich biete seit Anfang der 90 er Kräuterwanderungen für verschiedene Bildungsträger an. Kosten: Eine Spende wäre nett.

Sonntag, 1. März 2026

20. März 2026: Texte und Töne in Fredelsloh zum Frühlingsanfang

 


Texte und Töne in Fredelsloh zum Frühlingsanfang

Freitag, 20. März 2026, 19:30 Uhr

Fredelsloh, Herbst-Hof, Deichstraße 17

Klaus der Geiger, Straßenmusik-Legende und Workshopleiter, ist wieder in Fredelsloh. Von Mittwoch, 18. 3. bis Freitag 20. 3. werden wir in der Alten Schule Fredelsloh musikalisch einiges unter seiner Anleitung einüben, um es dann am Freitag Abend zu präsentieren. Unter anderem sind an diesem Abend neben dem Workshop-Ensemble dabei Elke Holland aus Gelsenkirchen mit Gedichten und Texten; Dingefinder Jörg Krüger aus Fredelsloh liest eigene Werke zum Frühlingsanfang. Wer Zeit hat, kann gerne an unseren Übungsabenden in der Alten Schule teilnehmen. Ob freie Musikimprovisation oder Vertonung von eigenen Texten: Alles ist möglich. Anmeldung per Mail unter dingefinder@gmx.de oder telefonisch unter 05555 / 522 (AB Alte Schule).

Am Freitag Abend dann wollen wir ab 19:30 Uhr den Frühling begrüßen, der dieses Jahr an diesem Datum beginnt. Wir präsentieren, was wir uns zusammen mit Klaus der Geiger erarbeitet haben, öffnen die Bühne aber auch für diejenigen, die eigene Lieder oder Texte mitbringen. Nach Abschluss des Programms ist die Bühne offen für Texte und Töne. Ob Gedichtvortrag der Jamsession, alles ist erlaubt und erwünscht. Für das leibliche Wohl sorgt die Wilde Sollingküche mit einem veganen Imbiss. Der Eintritt ist frei, eine Spende wäre nett.


Veranstalter: Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V.,
Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen
Das hübsche Bild oben mit den blühenden Obstbäumen ist übrigens von
Claude Monet

Freitag, 20. Februar 2026

21. Februar 2026 im Café Klett: Austellungseröffnung und Konzert

 


Zum Ende der Winterpause in der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh laden wir herzlich am 21. Februar um 19:00 Uhr zur Eröffnung mit Konzert der Retrospektive von Wienke Krüger, Witzenhausen ein. Die farbenfrohen abstrakten Bilder sind bis zum 21. März täglich von 13 bis 18 Uhr im Café der Kunsttöpferei Klett zu sehen.

Zur Ausstellungseröffnung gibt der neuseeländische Singer-Songwriter Mathew James White ein besonderes Konzert. White verbindet warmen Indie-Folk und Alt-Pop mit ruhigem, ehrlichem Storytelling – seine Musik schafft Raum für Nähe, Zuhören und Atmosphäre.

Der Eintritt ist frei um Spenden wird gebeten.

Sein Sound erinnert an George Ezra, Vance Joy, Hollow Coves und Jack Johnson – ruhig, hoffnungsvoll und nahbar.

Internationale Aufmerksamkeit erhielt White unter anderem durch Platzierungen auf Netflix und MTV UK, darunter sein Song Only The Light in der Netflix-Serie From Scratch.

Pressestimmen:
„Ganz, ganz toll!“ – YOU FM Frankfurt
„Hochemotional“ – Süddeutsche Zeitung
„Seine Liebe zur Musik ist vom ersten Lied an zu spüren – sie steckt an.“ – Merkur

Mathew James White hat bislang acht Alben veröffentlicht und tourt regelmäßig durch Europa. Ein Höhepunkt seiner Karriere war sein Auftritt beim Blue Balls Festival in Luzern.



Zur Künstlerin:

„Ich bin meine Bilder“

- ein Zitat von Wienke Krüger (geb. 1959, gestorben 2022 in Witzenhausen), deren schier grenzenlose Kreativität nicht nur in ihrer Malerei Ausdruck fand, sondern auch im Schreiben von Texten und nicht zuletzt im Gestalten ihres Gartens.

Wienke Krügers vielfältige, größtenteils abstrakte Bilder in Mischtechnik auf Leinwand beinhalten häufig Hinweise auf Lebewesen, Dinge und Ideen. Eine Auswahl ihrer Werke wird vom 21.02. bis 21.03.2026 in der Kunsttöpferei Klett in Fredelsloh gezeigt.

Im Gespräch über Farben, mögliche Motive, Leerstellen und im Zuhören und Nachfragen werden Wienke Krügers Bilder lebendig.

Samstag, 17. Januar 2026

7. Februar 2026: Aus dem Kochbuch der Marie Dörnte

 



Aus dem Kochbuch der Marie Dörnte

Eine kulinarische Zeitreise in fünf Gängen

Samstag, 7. Februar 2026, 18:00 Uhr, Herbst-Hof

Deichstraße 18, Fredelsloh

Es begann mit einem Fundstück. Ein Berichtsheft mit der Aufschrift „Wanderhaushaltungsschule Fredelsloh 1923 - 1924, Marie Dörnte“. So kam uns die Idee, aus diesem Rezeptheft ein Menü zusammen zu stellen und anzubieten. Wir sind eine Gruppe von Kochbegeisterten, die sich seit März 2025 zweimal im Monat in der Küche in der Alten Schule Fredelsloh trifft. Wir erkunden seitdem, was sich mit den Gaben der Natur der Sollingwälder und -wiesen Köstliches zubereiten lässt. Doch auch so einen Schatz lassen wir uns nicht entgehen. Und so werden wir nach den Originalrezepten wie vor hundert Jahren arbeiten. Lassen Sie sich überraschen! Die musikalische Begleitung übernimmt Kenneth am Klavier.

Kosten: Wir bitten um eine großzügige Spende für die Projekte der Alten Schule Fredelsloh. Eine verbindliche Anmeldung bis zum 1. 2. 2026 ist notwendig. Per Mail an dingefinder@gmx.de oder telefonisch unter 05555 / 522 (AB Alte Schule)

Veranstalter: Wilde Sollingküche im Bildungswerk Leben und Umwelt BLU e.V., Alte Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4, 37186 Moringen

Wir suchen übrigens noch weitere Menschen, die Lust haben auf Exkursionen in der Natur und in der Küche und die bereit sind, Essperimente zu machen in einer fröhlichen und kreativen Runde. Wir treffen uns jeden zweiten und vierten Freitag im Monat ab 17:00 Uhr; Wanderungen, um wilde Kräuter, Pilze und Früchte kennen zu lernen, finden nach Absprache in der Gruppe an Wochenenden statt.

Sonntag, 21. Dezember 2025

28. 12. 2025 in Fredelsloh: Konzert im Café Klett mit Simone Stahl und Tobias Elter

 


Am 28. Dezember 2025 um 19:00 Uhr kommt die Stuttgarter Liedermacherin Simone Stahl ins Café der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh.

Mit ihrem Programm, Räuber und Raben und in Begleitung von Tobias Elter, Saxophon spielt und singt Simone Stahl zu ihrer Gitarre.

Die Stuttgarter Liedermacherin ist die perfekte Mischung aus Vagabundin und Gemütlichkeit. Von kryptischen Geraune hält sie nichts: ihre Arrangements klingen bemerkenswert natürlich und ihre Texte und Melodien gehen sofort ins Blut. 
Das Texten begann sie 2014 nach einer langen Reise; seitdem hat sie damit nicht mehr aufgehört, und auch das Reisen ist ihr im ganz gewöhnlichen Alltag treu geblieben. 
Zwar reist sie nicht mehr in die Ferne, dafür aber in die Tiefe: in verschiedenen Lebenslagen und Rollen, die man entdeckt, einnimmt, in die man sich verirrt und auch jene, die anfangs etwas gewöhnungsbedürftig sind. Wer sich auf ein Konzert der Liedermacherin begibt, wird erfahren, welche Räuber und Raben sie besingt und mit ihrem geschickten Gitarrenspiel einfängt. 

Am 28. Dezember um 19:00 Uhr im Café Klett, Kampweg 2 in Fredelsloh.
Der Eintritt ist frei - Spenden sind erwünscht!

Foto: Copyright ‚Rattenscharfe Photos‘ 


Donnerstag, 20. November 2025

Begegnungen und andere Glücksfälle: Ausstellung im Café Klett, Fredelsloh, 18. 11. 25 - 18. 1. 26, Bilder von Hannah Over

 


Begegnungen und andere Glücksfälle!

Im Café der Kunsttöpferei, Galerie & Café Klett in Fredelsloh sind vom 18. November 2025 bis zum 18. Januar 2026 Bilder von Hannah Over, Einbeck ausgestellt.

Begegnungen sind zu sehen in den Bildern – tierisch, freundlich, fasziniert oder mutig und durchaus als Glücksfall anzusehen, wenn z.B. die Lady am Stock zufällig auf den Porree König trifft. Manchmal treffen die Begegnenden auch in zwei getrennten Bilderrahmen aufeinander und gelegentlich wird die Betrachterin in intensive tierische Begegnungen hineingezogen…

Hannah Over ist seit Jahrzehnten als freischaffende Künstlerin und Gestaltungstherapeutin tätig. Ihre farbintensiven Bilder versteht sie als Ausdruck innerer Prozesse und als Verbindung zum Naturhaften.

Die Ausstellung ist täglich von 13-18 Uhr geöffnet. Während der Feiertage bleibt unser Haus nur am 24./25. 12. und am 31./01.01.2026 geschlossen.

Freitag, 3. Oktober 2025

Café Klett, Fredelsloh: 29. 9. bis 16. 11. 25 Bilder von Ulrike Bergmann, Vernissage am 3. 10., 19:00 Uhr mit Lesung mit Musik von Jean Goldenbaum

 


ab dem 29.09. bis 16.11 sind die Bilder der Hardegser Yogalehrerin und Künstlerin, Ulrike Bergmann unter dem Titel „Brüche“ täglich 13-18 Uhr im Café der Kunsttöpferei, Galerie und Café Klett in Fredeslsloh zu erleben.

Die Bilder auf Leinwand mit Acrylfarbe, abstrakt und häufig mit Strukturen wie Marmormehl, Sumpfkalk, Sand erlauben ein weites schweifen in die eigene Fantasie.

Ulrike Bergmann zu ihren Bildern: "mein Zugang zum Malen habe ich vertieft, als ich beruflich in der Psychosomatik (2009-2024) gearbeitet habe. Die Inspiration für die Gestaltung meiner Bilder entnehme ich aus der Natur und den unterschiedlichen Farbwechsel der Jahreszeiten.

Die Serie Brüche zeigt meinen kreativen Prozess neue Herausforderungen anzunehmen, mein Leben zu gestalten. und mit verschiedenen Auf- und Umbrüchen umzugehen.

Das Leben ist Bewegung, Wandel, Zauber und die Gestaltung eine Herausforderung, Kreativität der Ausdruck bietet so viele Möglichkeiten und ich bin sehr dankbar für diese Entdeckung und meine Bilder im Café Klett präsentieren zu dürfen.“


Am 3. Oktober um 19 Uhr findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen im Landkreis Northeim unter dem Motto „Dafür“ die Vernissage zur Ausstellung (die Künstlerin wird anwesend sein) mit Lesung und Musik von Dr. Jean Goldenbaum, Komponist und Musikwissenschaftler, Holzminden statt.

Der Komponist und Musikwissenschaftler Dr. Jean Goldenbaum stellt sein in Februar 2025 veröffentlichtes Buch vor. Es trägt den Titel „Aufsätze und Betrachtungen zu Musik und Judentum (und die Welten um sie herum)“. In Goldenbaums Lesung wird die große Bandbreite seines Buches deutlich. Goldenbaum beginnt persönlich, indem er seinen eigenen künstlerischen Werdegang als Einstieg in die Welt jüdischer Musik nutzt. Das zweite große Thema stellt - wie der Titel vermuten lässt - das Judentum in den Mittelpunkt. Literatur, Philosophie, Geschichte und Politik sind bei Goldenbaum zu hören.

Außerdem bringt er auch seine Gitarre mit und singt einige jüdische Lieder zur Untermalung.

Dr. Jean Goldenbaum ist Komponist, Musikwissenschaftler und Autor. Er hat über 130 Stücke für die verschiedensten Besetzungen komponiert, fast alle schon uraufgeführt in dutzenden Städten in der ganzen Welt. Sein wichtigstes Werk, die jiddische Oper „Di viderbagegenish“ wird im Herbst 2025 in Göttingen, Hamburg und Holzminden zu sehen und zu hören sein.

Am Büchertisch des Autors kann sein neuestes Werk erworben und auf Wunsch signiert werden. www.jeangoldenbaum.com

Die Vernissage und Lesung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ von der „Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Northeim“ gefördert.




Samstag, 30. August 2025

6. 9. 2025: Die erste Fredelsloher Klosternacht; mit dabei die Wilde Sollingküche

 


Am Samstag nächster Woche, und wir sind dabei. Wer? Die "Wilde Sollingküche". Wir haben ausprobiert, verköstigt, geschlemmert, wieder ausprobiert, eingemacht, getrocknet, eingesalzen was der wilde Solling mit seinem ausgedehnten Wald und seinen Wiesen so hergibt und werden bei der Klosternacht am 6. September erste Ergebnisse zum Verköstigen präsentieren. Vielen Dank für die Einladung, Jan Höffker, dass wir dabei sein dürfen, wir freuen uns schon auf die 1. Fredelsloher Klosternacht. Das Team der Wilden Sollingküche, lasst Euch überraschen!


Freitag, 4. Juli 2025

Ausstellung „Federleicht“ vom 07.07. - 20.08.2025 in der Kunsttöpferei, Galerie und Cafe Klett in Fredelsloh

 



Helmut Rumpeltin, ein Mitglied des Kunsthauses Einbeck, ist seit seiner Jugend als Naturbeobachter unterwegs, um Tiere, ganz besonders Vögel, zu beobachten und zu fotografieren. Um Vögel mit der Kamera einzufangen braucht es viel Geduld und auch Erfahrung, diese Voraussetzungen hat er sich seit vielen Jahren als „Birder“ erarbeitet.

In der Zeit vom 07.07. - 20.08.2025 hängen in der Galerie & Café Klett in Fredelsloh, täglich 13-18 Uhr Fotodrucke von ihm an den Wänden. In der Ausstellung, unter dem Namen „Federleicht“, werden von dem Fotokünstler den interessierten BesucherInnen beeindruckende Vogelportraits mit dem Focus auf das Federkleid und die Farbenpracht gezeigt.

Der Fotograf Helmut Rumpeltin, der im vergangenen Jahr „Rabenvögel“ und „Vogelflug“ zum Ausstellungsthema gemacht hat, würde sich wünschen, wenn er mit dieser aktuellen Fotoausstellung den BesucherInnen die Leichtigkeit und auch Zerbrechlichkeit dieser manchmal fliegenden Federbälle nahe bringen kann.

Die Vernissage zu dieser Ausstellung beginnt mit einer Einführung von Jutta Klötzer, Co-Vorsitzende vom Kunsthaus Einbeck, am Montag 07.07., um 17:00 Uhr in der Kunsttöpferei, Galerie und Cafe Klett, Fredelsloh.

Donnerstag, 15. Mai 2025

24. 5. 2025: Kräuterspaziergang für Eltern mit Kindern

 


BUND lädt ein zu einem Kräuterspaziergang für Eltern mit Kindern

Am Samstag, dem 24. Mai lädt die BUND Kreisgruppe zu einem Kräuterspaziergang für Großeltern / Eltern mit Kindern im Grundschulalter in und um Fredelsloh ein. Start ist um 14:30 Uhr bei der Alten Schule Fredelsloh, Am Kapellenbrunnen 4.

Es werden Kräuter der Saison gezeigt, dazu gibt es Tipps für die Anwendung in Küche und häuslicher Heilkunde. Was kann man essen, und was besser nicht? Auch können Pflanzen bei kleinen Wehwehchen helfen. Im Anschluss bereiten wir zusammen ein Kräuterbuffet zu und so endet der Nachmittag an einer grünen Tafel.

Bitte auf wetterangepasste Kleidung achten. Über eine Spende für Zutaten des Kräuterbuffets freuen sich die Veranstalter. Anmeldung erwünscht unter 05555 / 522 (AB Alte Schule) oder dingefinder@gmx.de. Referent: Jörg Krüger


Dienstag, 22. April 2025

Lesung Klosterkirche Fredelsloh am 9. 5. 2025 - Ich weiß noch Wälder. . .

 


Ich weiß noch Wälder. . . 

Waldviertel trifft Solling - Lyrische Lesung mit Musik 

Indigo H. Ullrich (Raabs an der Thaya, Waldviertel, Österreich)

Judith Zahn-Dahlen (Fredelsloh)

Jörg Krüger (Fredelsloh)

                                                                    . . . in denen Gott wohnt

Klosterkirche Fredelsloh, 9. Mai 2025, 19:00 Uhr

Die Mottozeilen stammen aus einem Gedicht von Ite Liebenthal,: "Ich weiß noch Wälder, in denen Gott wohnt", beginnt es. Am 10. Mai ist der Jahrestag der Bücherverbrennung 1933, Ite Liebenthal ist eine der „verbrannten“ Dichterinnen, sie kam im KZ um, und so möchten wir am Vortag zum Gedenken animieren, indem wir neben eigenen Werken auch Gedichte von Ite Liebenthal, Hedwig Lachmann, Marianne Dora Rein und Gertrud Kolmar präsentieren. 

Indigo H. Ullrich 1958 in Waidhofen/Thaya geboren, Lyrikerin, schreibt seit frühester Kindheit Gedichte und Geschichten. Die Gabe Verborgenes und Unaussprechliches in Worte zu fassen, wurde ihr in die Wiege gelegt. Durch ihre starke Verbindung zur Natur und ihren Geheimnissen ist es ihr möglich die vielen kleinen Wunder des Lebens in Worte, Geschichten, Erzählungen zu fassen. Werke unter anderem „Wilde Rosen“ (2008), „Geliebtes Waldviertel (2010)

Judith Zahn-Dahlen, Jahrgang 1958, Kreativität ist ihr zweiter Vorname, unter anderem musiziert sie, singend, Gitarre oder Didgeridoo spielend. 

Jörg Krüger, Jahrgang 1957, schreibt seit dem fünfzehnten Lebensjahr Gedichte, Seit Ende der Achtziger Jahre veranstaltet er Lesungen mit Musik mit eigenen Werken und Werken anderer Autorinnen und Autoren. 

Eintritt frei, Spende wäre nett

Das Bild ist von der 2017 verstorbenen Fredelsloher Künstlerin Andrea Rausch.


Ich weiß noch Wälder, in denen Gott wohnt.
Da geht er groß und gelassen im Schweigen
heiliger Bäume, die sich schützend verzweigen,
auf Wegen, die noch jeder Fuß verschont.

Und um ihn her sind nur die unschuldigen
Tiere, die träumend im Moose ruhn,
und die mit ihren stillen, geduldigen
Augen einander nichts Böses tun;

die dicht am Rand seines Kleides spielen
und doch nicht wissen, wem sie nahe sind.
Aber die Gräser und Blumen auf hohen Stielen
beugen sich ihm entgegen im singenden Wind.

Wer, du mein Freund, weist uns den Weg ins Gehege.
Ob wir in Ewigkeit wandern, wir finden ihn nie.
Und doch wartet Gott auf einen, der an sein Knie
kindlich gelehnt das Haupt in den Schoß ihm lege . . .

Ite Liebenthal, Lyrikerin, geboren am 15. Januar 1886 in Berlin, am 27. November 1941 wurde sie zusammen mit anderen deutschen Juden nach Riga deportiert. Dort wurde sie unmittelbar nach ihrer Ankunft am 30. November mit allen anderen Insassen des Massentransports im Wald von Rumbula bei Riga ermordet.

Bereits 1906, mit 20 Jahren, veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband (Aus der Dämmerung). Weitere Veröffentlichungen folgten in der Zeitschrift Die Argonauten. 1921 erschien ein Band mit Gedichten im Erich Lichtenstein Verlag Jena.