Eine kleine "Fotoreportage" über Wichtelfrau und Wichtelmann aus Fredelsloh, die mich letztes Jahr bei den Spaziergängen während meiner Reha in Bad Lauterberg begleitet haben. Vielen Dank an dieser Stelle an Judith, dass sie mir die beiden vorbei gebracht hat. Sie haben mir viel Freude bereitet.
"Ein gutes Leben leben" - das könnte mein Motto sein. Ich berichte hier von meinem Leben als Dichter, Dingefinder und Gärtner im schönen Töpferdorf Fredelsloh von Garten, Topf und Magen und von der Kunst, den Alltag alltäglich zu genießen. Das geschieht auch immer mal wieder in Reimform. Manchmal lasse ich auch andere life durch Lesungen und Kräuterwanderungen an meinen Erfahrungen teilhaben. Viel Spaß auf diesem Blog wünscht: Jörg Krüger
Freitag, 13. Januar 2023
Sonntag, 1. Januar 2023
Für das neue Jahr: "Dreams come true"
Samstag, 17. Dezember 2022
HerbstLese: Eigenes und anderes
In puncto Lyrik habe ich (neben anderem) zwei Überzeugungen: Zum einen, dass Lyrik laut gesprochen werden will, um sich zu entfalten, zum anderen, dass Lyrik und Musik gut zusammen gehen. Schon der Begriff Lyrik, aus dem altgriechischen kommend, besagt es: "Die zum Spiel der Lyra gehörende Dichtung" (neben der Epik und der Dramatik die dritte literarische Gattung)
Diesen Herbst habe ich die Zeit genutzt, vier Gedichte einzusprechen, Klänge und Bilder dazu zu finden und das alles zu Videos zusammen zu fügen. So ist die kleine Serie von drei Filmchen mit dem Titel HerbstLese entstanden.
Nicht nur eigene Gedichte wurden dabei interpretiert, sondern auch jeweils eines von Dagmar Herrmann aus Bremen und von Amina Anja Amelal.
Letztere habe ich übrigens für das nächste Jahr zu einer Lesung (mit Musik) hier in Fredelsloh eingeladen, und sie hat zugesagt. Dass das ganze nicht nur virtuell geschieht. . .
Euch allen einen geruhsamen vierten Advent und besinnliche Tage des Restherbstes. Ich hoffe, dass meine Videos dazu beitragen. Die gesprochenen Texte sind jeweils unter den Videos zum Nachlesen zu finden.
Montag, 12. Dezember 2022
Blütenspaziergang rund um Fredelsloh
Sonntag, 11. Dezember 2022
Impressionen in und um Fredelsloh
Donnerstag, 8. Dezember 2022
Die Stillen in den Landen
sagt nicht, dass deren Furcht unbegründet sei,
nur weil sie nicht laut sind.
Es sind die Stillen in den Landen,
die Gärten wollen gepflegt sein,
die Bäume wollen gepflanzt werden,
die Früchte geerntet,
das Brot gebacken, die Felder bestellt.
Die Bedürftigen wollen versorgt sein,
die Stillen fragen nicht
nach der Herkunft.
Sie tun das Not-wendige.
Es sind die Stillen in den Landen,
derer Landen sind Mutterländer.
Es sind die Stillen in den Landen.
Sie tun das Not-wendige.
Aber die Lauten, die Lauten,
sie werden gehört.
Sie töten mit Worten
sie töten mit Waffen,
Gewalt ruft nach Gewalt,
Gewalt schreit nach Gewalt,
Gewalt, Gewalt,
das Echo: Gewalt.
Wer aber baut die Wohnstätten,
pflanzt die Bäume, erntet die Früchte,
pflegt die Gärten, backt das Brot,
bestellt die Felder, versorgt
die Bedürftigen, ohne
nach der Herkunft zu fragen?
Es sind die Stillen in den Landen.
Das obige Gedicht tauchte in einer Ausgabe von Franz Pfempferts Zeitschrift Die Aktion von 1917 auf, gefolgt von der Rubrik Verse vom Schlachtfeld.
Mittwoch, 7. Dezember 2022
Eine etwas aus dem Rahmen gefallene Rückmeldung
Ich melde mich einmal zurück nach einer langen Pause. Das Jahr 2022 hatte schon seinen eigenen Charakter. En gros und en detail. Kaum dachte ich, es könne wieder vorwärts gehen, nach den Lockdowns der Coronazeit, kam die Nachricht am 24. Februar, dass Russland die Ukraine angriff. Zu beiden, Corona und Ukrainekrieg, möchte ich mich im Augenblick nicht äußern, zu letzterem nur soviel: Schon im März dieses Jahres trafen bei uns in der Alten Schule Fredelsloh die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine ein, die letzten blieben bis Oktober, bis sie endlich eine Wohnung fanden.
Die Gemeinschaftsküche mussten wir pausieren lassen, und auch Lesungen und Konzerte konnte ich dieses Jahr nicht organisieren. Letzteres auch aus Gesundheitsgründen, im August dieses Jahres musste ich mich einer Herzoperation unterziehen (Mitralklappenrekonstruktion), und noch bin ich in der Rekonvaleszenz. Auch die Arbeit im Zaubergarten am Kapellenbrunnen ruht noch.
Doch so langsam finde ich mich in das Leben zurück, in der Alten Schule wird donnerstags wieder geschnibbelt und gekocht, ich mache mir Gedanken über die Pflanzen- und Saatgutbestellung und auch über Veranstaltungen, die ich im nächsten Jahr wieder anbieten möchte.
Zu letzterem: Da ist vieles noch nicht spruchreif, doch werden wir unter dem Titel "Texte und Töne in Fredelsloh" wieder Lesungen (mit Musik) anbieten, ich denke, dass es ab etwa Mitte Februar damit losgeht. Ich habe auch erste Kontakte zu Künstlerinnen und Künstlern aufgenommen.
Auch einen festen Wochentermin plane ich, auch ab Mitte Februar, jeden Dienstag Abend in der Alten Schule in der Bibliothek, ab 19:00 Uhr. "Ich spreche mich frei" wird es heißen an diesem Abend. Menschen, die Lyrik schreiben, können dann in einem geschütztem Rahmen ihre eigenen Gedichte vortragen. Auf Wunsch auch musikalisch begleitet. Ich persönlich halte das laut sprechen von Gedichten für das Schreiben als sehr hilfreich, um im eigenen Schreiben voran zu kommen.
Selbstverständlich tauschen wir uns dann auch über die gesprochenen Gedichte aus. Für die ganz mutigen dann wird es ein oder zweimal im Jahr die Möglichkeit geben, die Gedichte öffentlich vorzutragen. Auch wenn ich das noch extra bewerben werde, gibt es ab jetzt die Möglichkeit für Interessierte sich bei mir schon anzumelden dafür, via Mail bei dingefinder@gmx.de
Genaueres wird hier noch eingestellt, jetzt ist ja erst einmal Adventszeit, und da ist der Kopf bei vielen mit anderen Dingen gefüllt. In der Hoffnung, dass am gestrigen Nikolaustag nicht nur der Kopf sondern auch die Stiefel gefüllt waren, grüße ich alle ganz herzlich, mehr wollte ich eigentlich hier und heute sowieso nicht machen. Und da es heute auch ums Gedichteschreiben ging, gibt es hier auch noch eines,
liebe Grüße und eine besinnliche Weihnachtszeit wünscht Dingefinder Jörg

