Freitag, 24. Januar 2014

Gingkonüsse und andere Fundstücke





Da wurde einmal ein Wunsch eines Dingefinders wahr: Ich hatte so viel Lobenswertes von den Gingkonüssen gehört, die es ja auch in Dosen zu kaufen gibt im chinesischen Sortiment im Supermarkt. Die wollte ich immer einmal selbst probieren, wenn ich im Herbst auf die gelben Gingkofrüchte stieß. Doch der Geruch der gelben Dinger hielt mich immer wieder davon ab, diese einzusammeln um die Samen da heraus zu klauben.

Auf unserem Spaziergang zum Jahresende war es dann so weit. In Fockes Garten in Bremen lagen die Samen, ihrer gelben Fruchthüllen beraubt, die waren verrottet, „wie gesät“ auf dem Weg. So ließen sie sich ohne Geruchsbelästigung einsammeln. Zu Hause knackten wir die Dinger und legten die weichen, grünen Samen frei. So richtig etwas von Nüssen hatten sie nicht. Sie sollen auch eher Eiweiß- als Fettlieferanten sein. Auch sollen sie nicht im Übermaß gegessen werden, da das zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Sie enthalten einen Vitamin-B6-Antagonisten, weiß Wikipedia. Trotzdem waren und sind sie in China hochbegehrt.

Geschält röstete ich die Kerne in etwas Olivenöl, bis sie knackig waren. Sie schmecken ziemlich neutral und landeten als Dreingabe in den Feldsalat, den es zu dem Rote-Bete-Carpaccio im Sylvestermenü gab. 


 
Da der Januar bis jetzt mild war, wurde ich auch In den Wischen fündig: Immernoch waren Pilztrolle zu finden. Einmal Herbstlorcheln, eigentümliche Gebilde wie aus einem Märchen, die in seltsamen Formen aus dem verrottenden Eichenlaub schauten. Sie sind essbar, ich habe auch früher einmal daraus eine Pilzmahlzeit bereitet, doch dieses Mal ließ ich sie stehen und erfreute mich an ihren Aussehen. 

In einem Pilzbuch fand ich einmal folgende Aussage über sie: „Sie bleiben auch nach längerer Zubereitung fest und sind somit etwas für Pilzfreunde, die gerne auch einmal etwas zu beißen haben wollen.“


 
Nicht essbar doch von wunderschöner Färbung ein anderer Findling aus dem Pilzreich mit dem lustigen Namen „Goldgelber Zitterling“. Eine farbenfrohe Erscheinung im Gehölz, herzerfrischend. Da bin ich einmal mehr erstaunt über die Kreativität mit welcher „die Natur“ die Wesen ausstattet.

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